Energieversorgung

Russen wollen deutsche Raffinerien kaufen

Der russische Ölgigant Rosneft will Anteile von vier deutschen Raffinerien übernehmen. Die Ruhr Oel wird bislang von BP und einem Staatskonzern aus Venezuela betrieben. Venezula will seine Anteile verkaufen. Offenbar ist auch der russische Ministerpräsident Wladimir Putin an den Verhandlungen beteiligt.

Der russische Ölgigant Rosneft will offenbar Anteile an vier deutschen Raffinerien von Venezuela übernehmen. Wie Reuters am Donnerstag aus Branchenkreisen erfahren hatte, könnte Rosneft den 50-Prozent-Anteil des venezolanischen Staatskonzerns PDVSA an der gemeinsam mit BP betriebenen Ruhr Oel GmbH kaufen.

Über das Geschäft werde womöglich beim Venezuela-Besuch des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin am Freitag gesprochen. Rosneft, BP und ein Sprecher Putins wollten sich dazu nicht äußern. PDVSA war zunächst nicht erreichbar.

Nach Angaben von PDVSA ist die Ruhr Oel das größte Erdölraffinerie-Unternehmen in Deutschland mit einer Verarbeitungskapazität von einer Millionen Barrel (bpd) pro Tag. Davon entfallen 250.000 bpd auf den venezolanischen Konzern.

Zur Ruhr Oel gehören unter anderem die Gelsenkirchener Raffinerien Scholven und Horst. Die beiden Standorte werden im Auftrag der Ruhr Oel von BP RP über die Tochtergesellschaft BP Gelsenkirchen GmbH betrieben. BP RP betreut zudem die Ruhr-Oel-Beteiligungen an den Raffinerien Miro in Karlsruhe, Bayernoil an der Donau und PCK in Schwedt an der Oder.

Quelle: Welt Online