Gewinnsteigerung

Office sei Dank, Microsoft steigert Umsatz um acht Prozent

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Der US-Softwaregigant Microsoft konnte seinen Umsatz um acht Prozent steigern - liegt aber zum zweiten Mal in Folge hinter Apple.

Seattle. Zwar schwächeln die PC-Verkäufe weiterhin, doch der weltgrößte Software-Konzern Microsoft übersteht die Einbrüche weitestgehend schadlos. So steigt der Umsatz im vierten Geschäftsquartal um 8 Prozent auf das Rekordniveau von 17,4 Milliarden Dollar (12,1 Mrd Euro). Zugpferd des Unternehmens ist die neueste Version des Büropakets Office, dass sich neben der Server-Software bestens verkaufte.„Wir sehen weiterhin eine starke Nachfrage unserer Firmenkunden - von Kleinbetrieben bis hinauf zu den größten Weltkonzernen“, sagte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Kevin Turner am Donnerstag am Firmensitz in Redmond im US-Bundesstaat Washington. Die gesamte Produktpalette sei gefragt, ergänzte er.

Um satte 30 Prozent konnte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessern. Unterm Strich bedeutet das für das Unternehmen EInnahmen von 5,9 Milliarden Dollar. Doch trotz der guten Nachrichten dürfte die Stimmung leicht getrübt sein, denn, der einst bestverdienende Technologiekonzern liegt zum zweiten Mal in Folge hinter Allzeit-Konkurrent Apple. Dank starker Verkäufe des iPhone-Handys und des iPad-Tablets hatte Apple im gleichen Zeitraum 7,3 Milliarden Dollar verdient. Apples Erfolg macht Microsoft insofern zu schaffen, als dass viele Konsumenten nach Einschätzung von Marktforschern statt zu einem Windows-PC mittlerweile lieber zu einem iPad greifen. Auch die Mac-Computer von Apple sind begehrt. Tatsächlich kämpft Microsoft mit einem leicht rückläufigen Umsatz und Gewinn in seiner Windows-Sparte. Das Betriebssystem wird zumeist mit einem neuen PC ausgeliefert.

Dagegen feiert Microsoft mit seiner Videospiele-Konsole Xbox 360 anhaltende Erfolge. Die früher verlustreiche Sparte verdient Geld, wenngleich mit operativ 32 Millionen Dollar eher im bescheidenen Rahmen. Zum Vergleich: Mit dem aktuellen Goldesel Office und anderer Firmenkunden-Software scheffelte Microsoft operativ 3,6 Milliarden Dollar, mit Windows immer noch 2,9 Milliarden Dollar. Problemfall ist und bleibt das Online-Geschäft rund um die Suchmaschine Bing. Die Sparte baute ihre Verluste sogar noch aus auf zuletzt 728 Millionen Dollar. Microsoft hat sich mit dem Internet-Pionier Yahoo gegen den Platzhirsch Google verbündet. (abendblatt.de/dpa)