Bosch setzt auf das Geschäft mit Lithium-Ionen-Batterien

Köln. Der weltgrößte Autozulieferer Bosch will mit dem Recycling ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien aus Autos Geld verdienen. "In den weltweit 15 000 Bosch-Werkstätten könnten diese Batterien ausgetauscht und recycelt werden", sagte Peter Tyroller aus der Bosch-Geschäftsführung in Köln auf dem Jahreskongress der Fachzeitschrift "Automotive News Europe". Bosch sei "in einem frühen Stadium" der Erforschung von Wiederverwertungsmöglichkeiten der kommenden Autoantriebszellen. Die Hersteller hätten dagegen "noch kein klares Konzept", was mit den mehrere Hundert Kilogramm schweren Batterien am Ende der Lebenszeit geschehen soll.

Lithium-Ionen-Batterien, wie sie heute schon Handys oder Kameras antreiben, werden zurzeit von allen großen Autoherstellern für den serienmäßigen Einbau in Pkw vorbereitet. Bisher ist aber unklar, ob die mehrere Tausend Euro teuren Batterien ebenso lange halten wie das Auto. Der Hersteller PSA Peugeot Citroën kündigte auf dem Kongress an, den Absatz von Elektrofahrzeugen bis 2020 auf 15 Prozent der gesamten Verkäufe zu steigern.