WestLB wird endgültig in mehrere kleine Teile zerschlagen

Düsseldorf. Als Folge der Finanzkrise verschwindet die erste große Landesbank in Deutschland von der Bildfläche. Die nordrhein-westfälische Landesregierung, die NRW-Sparkassen und der Bund einigten sich endgültig auf eine Zerschlagung der WestLB. "Nordrhein-Westfalen wird künftig keine Landesbank mehr haben", sagte Landesfinanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) in Düsseldorf.

Ein Teil der Bank geht in das alleinige Eigentum der Sparkassen über und wird zu einem Dienstleister für die Institute und übernimmt die mittelständischen Firmenkunden der WestLB. 400 der 3000 Mitarbeiter in Deutschland können hier einen neuen Arbeitsplatz finden. Andere Konzernteile sollen in die bestehende Bad Bank, die die Schrottanleihen des Instituts aus der Finanzkrise verwaltet, verlagert werden oder stehen zum Verkauf. Der Rest wird umbenannt in Service- und Portfoliomanagement-Bank und gehört künftig dem Land. Es muss erneut eine Milliarde Euro frisches Kapital aufbringen. Auch die Sparkassen müssen einen gleich hohen Beitrag leisten. Der Bund beteiligt sich mit zwei Milliarden Euro an der Zerschlagung.

Die WestLB war in der Finanzkrise in Schieflage geraten und vom Staat mit Milliardensummen unterstützt worden. Zum Ausgleich für die Subventionen verlangte die EU-Kommission die Verkleinerung der Bank.