Hamburger Opel-Händler Dello investiert 35 Millionen Euro

Filiale am Nedderfeld wird erneuert, ein Logistikzentrum gebaut

Hamburg. Kurt Kröger schaut auf Grundrisse, Fotos und Animationen künftiger Gebäude. Er hat gründlich geplant, Bauanträge eingereicht und diese überwiegend positiv beschieden bekommen. Jetzt macht Kröger, Geschäftsführender Gesellschafter des weltgrößten Opel-Einzelhändlers Dello, Nägel mit Köpfen. Rund 35 Millionen Euro investiert er innerhalb von drei Jahren in seine diversen Betriebe. Sieben Millionen Euro sind für den Hauptstandort am Nedderfeld in Hamburg vorgesehen. "Unsere Hauptniederlassung werden wir nahezu komplett erneuern und so eine neue Automeile schaffen", sagt Kröger im Gespräch mit dem Abendblatt.

Unter anderem wird der Gebrauchtwagenverkauf entlang des Nedderfelds versetzt, um ein neues, 250 Meter breites Servicezentrum bauen zu können. Das neue, zur Straße hin ovale Zentrum hat acht Direktannahmeplätze für Autos und mit 45 Arbeitsplätzen rund doppelt so viel wie bisher. "Mit dem neuen Werkstattbereich werden wir auch in der Lage sein, auf Herausforderungen wie die kommende Elektromobilität reagieren zu können", sagt Kröger, der auf dem Gelände zudem ein 500 Quadratmeter großes Kundenzentrum errichten will. Hinzu kommt ein Teilezentrum nebst Karosseriebau, das das Nedderfeld versorgt. Auch der Servicebereich der Marken Toyota und Lexus, die Dello ebenfalls vertreibt, soll erweitert werden.

Das Unternehmen zog 1968 ans Nedderfeld. Die Fassade des Hauptgebäudes zeugt vom damaligen Baustil. "Wir werden unser Verwaltungsgebäude komplett sanieren", sagt Kröger. Äußerlich wird an das Haus ein Atrium mit gläsernem Fahrstuhl gebaut.

Weitere 19 Millionen Euro investiert Dello in ein neues Logistikzentrum für Teile und Zubehör in Reinbek, das Platz für Autoteile im Wert von mindestens zehn Millionen Euro bietet. 120 Mitarbeiter werden dort beschäftigt sein. Von Reinbek aus sollen künftig die mehr als 30 Filialen des Unternehmens in Norddeutschland sowie sonstige Händler und Werkstätten versorgt werden. Die bisherigen Teilelager in Barmbek und Rahlstedt werden im Gegenzug geschlossen. "Das bedeutet aber nicht, dass wir Stellen abbauen", sagt Kröger, der in Reinbek mittelfristig 30 bis 40 neue Arbeitsplätze schaffen will.

Derzeit beschäftigt der Autohändler 850 Mitarbeiter in Norddeutschland, davon 200 am Nedderfeld. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von knapp 380 Millionen Euro. Verkauft wurden rund 24 000 Neu- und Gebrauchtwagen, davon rund 7000 Neuwagen der Marke Opel.