Sporthändler profitieren vom harten Winter

Umsatz steigt kräftig. Schlitten vielerorts ausverkauft

München. Schnee und Eis haben dem Sportfachhandel in Deutschland nach eigener Einschätzung ein "phänomenales Wintergeschäft" beschert: Der Umsatz sei in dieser Saison dank des strengen Winters erneut um 20 Prozent gewachsen, sagte Verbandspräsident Werner Haizmann vor dem Start der weltgrößten Sportartikelmesse ispo in München. Langlaufskier und Schlitten seien trotz Sonderschichten der Hersteller oft ausverkauft, und es habe "vor Weihnachten bereits keine Kinderskihosen mehr gegeben". Auch "Snowboards, Abfahrtskier, Skischuhe und Skibekleidung werden stark nachgefragt", wie der Präsident der europäischen Sportartikelindustrie, Frank Dassler, sagte. "Der sehr kalte und früh einsetzende Winter und die gestiegene Konsumlaune haben den Markt beflügelt." Im Gesamtjahr 2010 stieg der Umsatz des Sportfachhandels um 3,5 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro.

Im Mittelpunkt der ispo stehen die Verbesserungen der sogenannten Rockerskis und -snowboards. Sie sind besonders drehfreudig, aber auf hartem Untergrund fehlte ihnen bisher der Kantengriff. Mehrere Hersteller versprechen mit einer neuen Bauweise Abhilfe, die Bretter sollen spurstabiler sein. Der Trend bei Snowboards: weniger Gewicht, leichter zu fahren.