ACS-Chef Pérez verspricht Bestandsgarantie für Hochtief

Madrid/Berlin. Der spanische Baukonzern ACS will den deutschen Konkurrenten Hochtief bei einer Übernahme nicht zerschlagen. "Die Gruppe als Ganzes ist mehr wert als ihre Einzelteile", sagte ACS-Chef Florentino Pérez der "Welt am Sonntag". "Wir wollen Hochtief als Ganzes und nicht Teile davon." Das könne ACS auch "schriftlich in einer Investorenvereinbarung festschreiben", bot Pérez an.

ACS, der größte Baukonzern Spaniens, hatte Mitte September angekündigt, Hochtief übernehmen zu wollen. Der spanische Baukonzern ist mit knapp 30 Prozent bereits größter Einzelaktionär des Essener Konzerns. Hochtief lehnt die Übernahme durch ACS ab. Die Beschäftigten demonstrierten mehrfach dagegen.

Pérez sagte dazu, "da wird viel missverstanden, was wir wirklich vorhaben". Er brauche keine weitere Trophäe. Der Firmensitz von Hochtief in Essen bleibe, die Börsennotierung in Frankfurt ebenfalls. "Und der Vorstand wird wie gehabt für das Tagesgeschäft verantwortlich sein." Die Beschäftigten hätten nichts zu befürchten. ACS sei eine "Wachstumsmaschine, die Arbeitsplätze schafft". Es gehe darum, sich mit möglichst hoher Schlagkraft gemeinsam um die großen Infrastrukturprojekte zu bewerben, sagte der ACS-Chef. Der ACS-Chef ist auch Präsident des Fußballklubs Real Madrid, wo die deutschen Nationalspieler Sami Khedira und Mesut Özil spielen.