Betrugsfälle im Onlinebanking dürften um 71 Prozent steigen

Berlin. Immer mehr Computernutzer werden einer Studie zufolge Opfer von Internetkriminalität. Bei 43 Prozent der Nutzer, also 22 Millionen Bundesbürgern, waren die Computer schon einmal mit einem Schadprogramm infiziert. Das entspricht einer Zunahme von fünf Prozentpunkten im Vergleich mit dem Vorjahr, teilten das Bundeskriminalamt und der IT-Branchenverband Bitkom mit.

Onlineverbrechen, besonders bei Internetbankgeschäften, nehmen der Umfrage zufolge deutlich zu. In diesem Jahr erwarten die Experten 5000 Phishing-Fälle - also Vorfälle, bei denen Gauner über das Internet Bankdaten ausspähen und Verbraucher um ihr Geld bringen. Dies entspricht einem Anstieg um 71 Prozent gegenüber 2009. Die Schadenssumme wird der Prognose zufolge bei 17 Millionen Euro liegen. Im ersten Halbjahr 2010 lag der durchschnittliche Schaden der gemeldeten Einzelfälle bei rund 3500 Euro.