Anzahl deutscher Schiffe ohne Aufträge sinkt

Hamburg. Die weltweiten Schifffahrtsmärkte werden sich weiter erholen. Davon gehen die beiden Analysehäuser Feri EuroRating Services, Bad Homburg, und die Hamburger Deutsche FondsResearch aus. So sind nach ihren Berechnungen derzeit nur noch 25 der von deutschen Fonds finanzierten Frachter ohne Beschäftigung. Zum Vergleich: Noch im November 2009 konnten die Reedereien 135 dieser Schiffe nicht einsetzen, weil Transportaufträge fehlten. Das ist ein Minus von 80 Prozent. Der deutsche Trend gilt auch für die weltweite Containerflotte: 97,5 Prozent dieser Frachter sind inzwischen wieder in Fahrt, teilten die Firmen im gemeinsamen Newsletter mit.

Die höhere Nachfrage nach Transporttonnage hat sich auch auf die Charterraten (Mietpreise für Schiffe) ausgewirkt. Gegenüber dem Jahresanfang vervierfachte sich der Tagespreis für ein Schiff mit einer Kapazität von 4400 Standardcontainern (TEU) auf 24 000 Dollar. Die Raten für kleinere Schiffe mit bis zu 1500 TEU steigen auch. "Die deutschen Schiffsfonds sind deutlich besser durch die Krise gekommen als erwartet. Nur bei zehn Prozent der rund 1800 deutschen Schiffsgesellschaften musste Liquidität nachgeschossen werden", sagte Robert Rost von der Deutschen FondsResearch.