Bankenkrise kostet Steuerzahler 25 Milliarden Euro

Hamburg. Für die Rettung der deutschen Banken im Zuge der Finanzmarktkrise müssen die Steuerzahler tief in die Tasche greifen. Nach Berechnungen der Deutschen Bank ergibt sich für die öffentlichen Kassen eine Summe von bis zu 25 Milliarden Euro, die von den gestützten Banken wohl nie zurückgezahlt werden, berichtet "Bild"-Online. Die USA könnten sogar auf bis zu 200 Milliarden Euro sitzen bleiben.

Insgesamt haben die sechs größten EU-Staaten und die USA in den 15 Monaten nach dem Lehman-Crash im September 2008 rund 800 Milliarden Euro aufgewendet, um die Finanzbranche zu stützen. Im laufenden Jahr kamen noch einmal etwa 14 Milliarden Euro dazu. Die USA kommen auf die Summe von 471,5 Milliarden Euro, Großbritannien auf 129,2 Milliarden. In den Niederlanden stehen 80,4 Milliarden Euro zu Buche, in Deutschland 74,3 Milliarden, in Frankreich sind es 30 Milliarden, in Spanien 19 und in Italien zehn.

Deutschland stellte über den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) kriselnden Banken allein an Kapital 29,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Den Löwenanteil erhielten Commerzbank (18,2 Milliarden) und Hypo Real Estate (7,7 Milliarden), der Rest floss an WestLB (3,0 Milliarden) und Aareal Bank (0,5 Milliarden). Insgesamt 18 Milliarden Euro Eigenkapitalstützen erhielten zudem die BayernLB, LBBW und HSH Nordbank.