Apple-Manager muss nach Problemen mit iPhone 4 gehen

San Francisco. Nach der Kritik an möglichen Empfangsproblemen beim neuen iPhone 4 hat der Apple-Topmanager Mark Papermaster seinen Hut genommen. Ein Sprecher des US-Computerkonzerns bestätigte entsprechende Medienberichte. Papermaster, in der Apple-Spitze verantwortlich für das iPhone und den MP3-Player iPod, verlasse das Unternehmen. Bob Mansfield, bislang zuständig für die Mac-Computer, übernehme seine Aufgaben. Unklar ist, ob Papermaster seinen Posten selbst zur Verfügung gestellt hat, oder ob er entlassen wurde.

Mit dem iPhone 4 hatte Apple den erfolgreichsten Produktstart seiner Firmengeschichte geschafft. Bald nach dem Verkaufsstart Ende Juni geriet Apple aber wegen möglicher Empfangsprobleme in die Kritik. Kunden bemängelten, dass sich das Telefonsignal abschwäche, wenn das Handy in der linken Hand gehalten werde. Aus designerischen Gründen hat Apple die Antenne des Mobiltelefons in den Rahmen des Geräts integriert, was dazu beitragen soll, dass der Empfang bei einer bestimmten Handhaltung nachlässt.

Apple-Chef Steve Jobs wies die Kritik zunächst zwar als "völlig unverhältnismäßig" zurück, sah sich schließlich aber doch gezwungen, den aufgebrachten Kunden kostenlose Schutzhüllen zur Verfügung zu stellen. Analysten warnten, dass dies einen Schatten auf das sonst makellose Image des Börsenlieblings werfe.