VW verdient prächtig in China und steigert den Gewinn fast um das Vierfache

Wolfsburg. Volkswagen setzt dank glänzender Geschäfte in China und Nordamerika zum Sprung an die Weltspitze an: Der Wolfsburger Autobauer hat im ersten Halbjahr 2010 mit einem fast vervierfachten Nettogewinn überrascht. "Das Ergebnis des ersten Halbjahres hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen", sagte Vorstandschef Martin Winterkorn. Für das zweite Halbjahr schränkte der Konzern allerdings ein, die Gewinnexplosion werde sich nicht unvermindert fortsetzen.

Der VW-Umsatz kletterte um rund 21 Prozent auf 61,8 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg auf 1,82 Milliarden Euro, wovon allein 800 Millionen Euro aus China kamen. VW habe seine Stellung auf den Weltmärkten weiter stärken können, sagte Winterkorn. Der weltweite Marktanteil von VW stieg auf 11,7 Prozent (vorher 11,6). Vor allem der gigantische Verkaufserfolg in China mit 951 000 Autos (plus 56 Prozent) und in den USA (plus 29 Prozent) schob die Geschäfte an, teilte der größte Autobauer Europas gestern in seiner Zwischenbilanz mit. Im VW-Kernmarkt Westeuropa wuchs der Konzern nur um 4,7 Prozent, insgesamt stieg der weltweite Absatz bis Juni um 16 Prozent auf den Rekordwert von 3,57 Millionen Fahrzeuge. Die Vorzugsaktie legte um 3,1 Prozent auf 80,99 Euro zu.