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Wie Staaten in die Pleite rutschen

Bei einem Staatsbankrott kann die Regierung eines Landes fällige Forderungen nicht mehr erfüllen und stellt die Zahlungen ein. Benötigte Kredite scheitern am mangelnden Vertrauen potenzieller Geber. Jüngst drohte Griechenland der Staatsbankrott. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU sprangen mit 110 Milliarden Euro über drei Jahre ein. Im Gegenzug müssen die Griechen bis Ende 2012 rund 30 Milliarden Euro sparen. Von der Pleite gefährdet waren zuletzt auch Island, Ungarn, Lettland, Ukraine und Pakistan.

In der europäischen Geschichte kam es immer wieder zu Staatsbankrotten. Deutschland - samt seiner Vorläuferstaaten wie Preußen - dürfte es auf stattliche acht Pleiten gebracht haben, drei mehr als Griechenland. Den Rekord hält Spanien mit 13 Bankrotten. Argentinien war 2001/2002 bis zur Finanzkrise der letzte große Fall von Staatsbankrott.