Postbank übernimmt Regie in weiteren 277 Filialen

Zwei Standorte in Hamburg betroffen. Angebot unverändert

Hamburg. Die Postbank übernimmt im Juli bundesweit weitere 277 Filialen der Deutschen Post. In Hamburg sind davon zwei Standorte betroffen - und zwar am Hofweg und am Siemersplatz. "Für den Kunden ändert sich jedoch nichts, in den Filialen werden auch künftig Briefmarken verkauft und Pakete angenommen. Alle Angebote bleiben in bisheriger Form bestehen", sagte der Hamburger Postsprecher Martin Grundler dem Abendblatt. Auch die Mitarbeiter behielten ihre Arbeitsplätze. Insgesamt verfügt die Deutsche Post damit in Hamburg vom nächsten Monat an noch über 121 Standorte. 39 Filialen sind in der Hand der Postbank, vier werden in Eigenregie betrieben und 78 von Partnern.

Die Postbank zahlt nach eigenen Angaben keinen Preis für die neuen Filialen. Sie würden vielmehr "im Rahmen einer langfristig vereinbarten Kooperation" übernommen. Die Postbank übernimmt allerdings die Mietverträge der betreffenden Standorte. Postbank und Deutsche Post einigten sich zudem darauf, dass die Post weiterhin die Gehälter für die Beschäftigten zahlt, die in den angestammten Filialen ihre bisherige Tätigkeit fortführen.

In den neuen Filialen will die Postbank künftig die Bankdienstleistungen stärker in den Vordergrund stellen. Daneben werde aber weiterhin das komplette Sortiment der Deutschen Post angeboten. Die Postbank hatte bereits 2006 rund 850 der größten Postfilialen übernommen. Deutschlands größte Filialbank weitet mit der Übernahme ihr Netz auf mehr als 1100 eigene Zweigstellen aus.

Die Postbank erhofft sich von der Übernahme, dass im Alltag das Bankgeschäft in den Filialen mehr Bedeutung bekommt. Sie will mit Giro- und Sparkonten mehr Gewinn machen, wie der für die Filialen zuständige Vorstand Hans-Peter Schmid jetzt ankündigte. Zwei Millionen Postbank-Kunden nutzten bereits die jetzt übernommenen Filialen.