Hamburg Süd verhagelt Oetker die Bilanz

Bielefeld. Der Nahrungsmittel- und Schifffahrtskonzern Oetker hat im Krisenjahr 2009 massiv unter der weltweiten Konjunkturflaute gelitten. Während die Geschäfte mit Pizza und Sekt trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen florierten, brach der Umsatz bei der konzerneigenen Reedereigruppe Hamburg Süd um fast 30 Prozent ein. Unter dem Strich sank der Umsatz der Oetker-Gruppe dadurch um 13,9 Prozent auf rund acht Milliarden Euro, wie der persönlich haftende Gesellschafter Richard Oetker gestern sagte. Dennoch sei das erzielte Ergebnis "insgesamt zufriedenstellend".

Das größte Sorgenkind war die Schifffahrtssparte, auf die immerhin 40 Prozent der Konzernumsätze entfallen. Sie litt sowohl unter dem weltweit gesunkenen Frachtaufkommen als auch unter den gesunkenen Frachtraten. Unter dem Strich sank der Umsatz um 28,3 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro.

Umsatzeinbußen in Höhe von 3,6 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro musste Oetker auch im Geschäft mit Bier und alkoholfreien Getränken hinnehmen. Hier litt das Unternehmen darunter, dass die Bundesbürger in der Krise weniger oft ihr Bier in der Kneipe oder im Restaurant tranken. Das "klassische" Geschäft mit Backpulver, Fertigpizza und anderen Nahrungsmitteln florierte dagegen auch in der Krise und legte um 5,7 Prozent auf mehr als 2,1 Milliarden Euro zu. Und auch die Sparte Sekt, Wein und Spirituosen glänzte mit einem Umsatzplus von 5,9 Prozent auf 628 Millionen Euro.