Gewerkschaften

Bahner fordern sechs Prozent mehr Geld

Berlin. Bahnchef Rüdiger Grube droht im Sommer der erste harte Tarifkampf. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA wollen mit einem Forderungspaket von sechs Prozent in die Tarifverhandlungen für die 125 000 Beschäftigten der Deutschen Bahn ziehen. Die Lokführergewerkschaft GDL will ihre Forderung erst im Juni auf den Tisch legen. Der Gehaltstarifvertrag läuft im Juli aus.

"Es muss reale Einkommenserhöhungen geben", sagte Transnet-Chef Alexander Kirchner, der zugleich Vizevorsitzender im Aufsichtsrat des Unternehmens ist. Die Sechs-Prozent-Forderung bezeichnete der Gewerkschafter als realistisch: "Der Spielraum ist im Unternehmen vorhanden." Die Bahn sei zwar auch von der Krise betroffen, aber weniger als andere Branchen. Für 2009 werde der Staatskonzern ein "sehr respektables Ergebnis" vorlegen, sagte Kirchner.

Zudem wollen die Gewerkschaften für eine Verlängerung der Beschäftigungsgarantie für 160 000 Bahnmitarbeiter kämpfen, die Ende des Jahres ausläuft.