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Kühne + Nagel baut Geschäft in der Krise aus

Schindellegi. Der Logistikkonzern Kühne + Nagel hat das Krisenjahr 2009 gut überstanden. Man habe die Marktanteile in allen Geschäftsbereichen ausbauen können, teilte der Konzern im schweizerischen Schindellegi mit. Der "beispiellose Umsatz- und Volumenrückgang im internationalen Güterverkehr" habe aber auch Kühne + Nagel getroffen.

So sank der Umsatz 2009 um 19,4 Prozent auf 17,4 Milliarden Franken (11,8 Milliarden Euro). Der Rohertrag ging dagegen nur um 6,2 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro zurück. Er gilt als wichtige Messgröße für den Erfolg einer Spedition. Erstmals seit Einführung des Containers ging die Zahl der transportierten Boxen 2009 weltweit zurück. Allerdings konnte Kühne + Nagel den Verlust auf 4,6 Prozent begrenzen, während das Ladungsvolumen insgesamt um zwölf Prozent sank.

Kühne + Nagel rechnet nun mit einem allmählichen Aufschwung. Allerdings sei eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft noch nicht sicher. 2010 will Reinhard Lange, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, "in allen Bereichen ein über dem Markt liegendes profitables Wachstum realisieren". Für 2009 soll die Dividende erneut bei 2,30 Franken je Aktie liegen.

In Hamburg hat Kühne + Nagel 2007 seine neue Deutschland-Zentrale eröffnet. Dort sitzt auch die weltweite IT. Mehrheitsaktionär Klaus-Michael Kühne hält als Mitglied des Hamburger Konsortiums Albert Ballin 15 Prozent an Hapag-Lloyd.