Bilanz

Immer weniger Aussteller auf der IT-Messe Cebit

Hannover. Die IT-Messe Cebit hat nach dem kräftigen Einbruch 2009 auch in diesem Jahr Aussteller verloren. Vom 2. bis 6. März 2010 kommen 4157 Unternehmen aus 68 Ländern nach Hannover, wie die Veranstalter gestern mitteilten. Das ist die niedrigste Teilnehmerzahl seit 20 Jahren. Im vergangenen Jahr war die Ausstellerzahl auf rund 4300 eingebrochen - von mehr als 5800 Unternehmen 2008. Allerdings beteiligen sich der Messegesellschaft zufolge dieses Jahr knapp 300 Firmen zum ersten Mal an der Cebit, darunter auch der Internetkonzern Google und der weltgrößte Onlinehändler Amazon.

Messevorstand Ernst Raue sagte: "Die Cebit kommt genau zum richtigen Zeitpunkt." In einigen Bereichen der Branche helle sich die Stimmung allmählich wieder auf. "Die Unternehmen aus dem In- und Ausland gehen jetzt Projekte an, die sie 2008 und 2009 angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise auf Eis gelegt haben", sagte Raue. Das werde auch auf der Cebit spürbar werden. "Wir sind in einer dynamischen Phase." Der Schwerpunkt der Messe heißt "Connected Worlds" - vernetzte Welten. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, mobiler und stationärer Anwendung, On- und Offline verschwänden immer mehr, sagte Raue. Partnerland der Cebit ist in diesem Jahr Spanien.

Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wird der spanische Ministerpräsident und derzeitige EU-Ratspräsident José Luis Rodríguez Zapatero die Cebit am Abend des 1. März eröffnen. Die Computer- und Telekommunikationsbranche erwartet unterdessen erst 2011 wieder größeres Wachstum. Die Weichen dafür müssten aber schon jetzt gestellt werden, sagte Harald Stöber vom Branchenverband Bitkom.

Auf dem Weltmarkt mit einem für 2010 prognostizierten Gesamtvolumen von 2,28 Billionen Euro führt Europa mit 649 Milliarden, gefolgt von den USA mit 627 Milliarden Euro. In diesem Jahr wird ein Wachstum in diesen Regionen von unter 0,5 Prozent erwartet.