Konjunkturprogramm verlangt

Ökonomen wollen mehr Geld für Bildung

Berlin. Angesichts der Herausforderungen nach der Krise haben Wirtschaftsforscher ein weiteres Konjunkturprogramm für Deutschland verlangt. Investitionen müssten vor allem in die ökologische Modernisierung und das Bildungssystem fließen, sagte der Leiter des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn.

Die deutsche Wirtschaft brauche über das ganze Jahr 2010 noch "dringend" Unterstützung. Sonst sei das Risiko groß, dass die konjunkturelle Belebung eine Episode bleibe und Deutschland in eine längere Stagnationsphase abgleite. Die Politik müsse in Infrastruktur und Bildung investieren, sobald die Impulse aus dem 2009 aufgelegten Konjunkturpaket II abgeklungen seien. "Wir müssen diese Zukunftsfragen ohnehin angehen, und wir unterstützen damit die Konjunktur in einer schwierigen Phase."

Die Forscher des IMK prognostizieren ein Wachstum von zwei Prozent für 2010. Damit sei die Krise aber noch nicht überwunden. Im Verlauf des Jahres werde die wirtschaftliche Dynamik mit Auslaufen der Konjunkturprogramme bereits wieder abnehmen, so die Forscher. Die Arbeitslosenzahl werde 2010 auf 3,6 Millionen im Jahresdurchschnitt ansteigen. Das IMK plädierte für eine Verlängerung der Kurzarbeiterregelung.