Opel-Rettung

Regierungen in Europa bieten GM Hilfen an

Hamburg. Europa feilscht um die Rettung der Opel-Werke: Großbritannien, Spanien, Belgien und Polen stellen der US-Mutter General Motors (GM) Hilfen in Milliardenhöhe in Aussicht. Großbritannien soll GM nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" Kreditbürgschaften von mehr als 400 Millionen Euro in Aussicht gestellt haben. Spanien soll 300 bis 400 Millionen Euro angeboten, Polen Steuererleichterungen versprochen haben. Nach Ansicht von Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz war aber kaum Bereitschaft zu erkennen, sich in dem von GM erhofften Umfang zu beteiligen.

Heute kommt GM-Europachef Nick Reilly in Brüssel auf Einladung von EU-Industriekommissar Günter Verheugen mit Spitzenvertretern der EU-Länder mit Opel-Standorten zusammen. Reilly hatte in Polen, Großbritannien, Belgien und Spanien für Unterstützung geworben. GM will die Fixkosten nach den bisherigen Plänen in Europa um 30 Prozent und die Kapazität um 20 bis 25 Prozent reduzieren. Der "Spiegel" berichtete unterdessen, der stellvertretende Chef von Mercedes-Benz, Rainer Schmückle, sei im Gespräch als Nachfolger Reillys. Der Brite gilt als Übergangslösung auf dem Chefsessel.