General Motors will 2010 zurück an die Börse

GM verringert Verluste deutlich

Detroit. Der US-Autogigant und Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) kommt allmählich wieder auf die Beine: Im dritten Quartal reduzierte GM seinen Verlust auf 1,2 Milliarden Dollar. Das Ergebnis sei weit besser als in vorigen Quartalen und "ein Zeichen für den Beginn der Trendwende", teilte das Unternehmen mit. 2010 wolle der Konzern wieder an die Börse, sagte Konzernchef Fritz Henderson.

Der Umsatz bei GM stieg im dritten Quartal um fast fünf Milliarden auf 28 Milliarden Dollar. Mit dem Abstottern von US-Regierungskrediten in Höhe von 6,7 Milliarden Dollar will der Konzern bereits im Dezember beginnen - dann sollen zunächst 1,2 Milliarden Dollar zurückfließen. Der komplette Betrag solle bis 2011 zurückgezahlt sein, vier Jahre früher als ursprünglich geplant, hieß es. Den Brückenkredit für Opel über 1,5 Milliarden Euro will GM Deutschland bis Ende des Monats erstatten.

Im Gegenzug für die Staatshilfen gehört der Autobauer zu fast 61 Prozent der US-Regierung. Der Traditionskonzern war am 10. Juli nach nur 40 Tagen aus der Insolvenz entlassen worden. Unterdessen kritisierten die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Opel-Standorten Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) wegen seiner Absage an staatliche Hilfen für GM. Brüderle hatte erklärt, GM könne staatliche Hilfen zur Opel-Sanierung höchstens von den Bundesländern mit Opel-Standorten erwarten. Dies sind Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz.