Postbank-Studie

Frauen unterschätzen Altersvorsorge

Frauen geben monatlich 200 Euro für ihre Altersvorsorge aus und damit nur geringfügig weniger als die Männer mit 216 Euro.

Hamburg. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Postbank-Studie "Altersvorsorge in Deutschland", für die 1806 Bürger befragt wurden. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach. "2105 Euro monatlich halten Frauen im Alter für erforderlich, um mit ihrem Partner im Ruhestand gut leben zu können", sagte Postbank-Vorstand Michael Meyer. Das sei deutlich mehr als sie aus der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten können. Frauen müssen überdurchschnittlich viel für die private Altersvorsorge tun, weil sie über 23 Prozent weniger Einkommen verfügen und ihnen im Durchschnitt zwölf Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung fehlen. Außerdem unterschätzen sie die Inflation. 42 Prozent sagen, dass die Geldentwertung kein Thema für sie ist. 200 Euro monatliche Sparleistung reichen deshalb für die Altersvorsorge nicht aus. Wenn es um die Altersvorsorge geht, beraten sich 63 Prozent der Frauen mit ihrem Partner und nur 29 Prozent suchen den Rat eines Bankberaters. "Beratungsangebote zur Altersvorsorge speziell für berufstätige Frauen müssen intensiviert werden", sagte Meyer. (stp)