1979 verkaufte sie ihr Haus. Zwangsweise. Elisabeth Schwartau (72) erzählt.

Hamburg. Einmal in der Woche kehrt sie zurück, seit Jahren schon. Dann sieht Elisabeth Schwartau (72) in der Kirche St. Gertrud nach dem Rechten, dem einzigen Haus, das von dem ehemaligen Dorf Altenwerder geblieben ist. Durch die Bäume auf dem Friedhof dahinter geht der Blick zu den mächtigen Containerladebrücken. Dorthin, wo die Grundstücke der ehemals 2500 Dorfbewohner unter Millionen Tonnen Spülsand verschwanden, um Platz für Europas modernstes Containerterminal zu schaffen. "Jetzt, wo es endlich beginnt, ist es gut. Jetzt weiß man, wofür man seine Heimat aufgegeben hat", sagt die Küsterin.