Hamburger Logistikfirma verkauft

Hamburg. Das Hamburger Logistikunternehmen Rohde & Liesenfeld gehört nun endgültig der französischen Geodis Wilson, einer Tochter der französischen Staatsbahn SNCF. Den Verkauf für 77 Millionen Euro hatten die Hamburger bereits Ende September angekündigt. Der Name Rohde & Liesenfeld (R & L) wird voraussichtlich im kommenden Jahr verschwinden.

Auch der ehemalige Inhaber Bodo Liesenfeld zieht sich aus der Geschäftsleitung zurück. Dafür wird Hamburg zur Regionalzentrale der Geodis- Frachttochter Geodis Wilson mit Zuständigkeit für Mittelund Osteuropa, den Mittleren Osten und Südafrika. "Die Übernahme wird sich bei den Beschäftigten nicht auswirken. Im Gegenteil werden von Hamburg aus künftig rund 1000 Mitarbeiter geführt", sagte Michael Zuchold, der Sprecher von R & L dem Abendblatt. So werde der Standort Hamburg aufgewertet.

Zum Hamburger Unternehmen gehören derzeit gut 700 Beschäftigte. Der Umsatz stieg 2007 um 13 Prozent auf 320 Millionen Euro. Geodis Wilson mit Hauptsitz in Amsterdam hat 5500 Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern. "Die Übernahme von R & L ermöglicht es uns, unser globales Netzwerk zu erweitern und verschafft uns weltweit eine stärkere Kundenbasis", sagte Jeff Hoogesteger, der Chef von Geodis Wilson. Die Einbindung von R & L soll im Laufe des Jahres abgeschlossen sein. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit 2002 eng zusammen. Der gesamte Geodis-Konzern erreichte im Jahr 2006 mit 26 000 Beschäftigten einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro und ist an der Börse in Paris notiert.

( rz )

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