Nanosolutions meldet Insolvenz an

HAMBURG. Das Hamburger Startup-Unternehmen Nanosolutions hat Insolvenz angemeldet. "Unsere Investoren haben beschlossen, uns nicht weiter zu finanzieren", sagte Nanosolutions-Geschäftsführer Stephan Haubold dem Abendblatt. Man habe am 23. Juli den Antrag auf Insolvenz gestellt, so Haubold weiter. Haubold hatte das Unternehmen, das auf die Entwicklung kleinster Partikel spezialisiert ist, vor fünf Jahren gegründet. Von der Insolvenz sind acht Mitarbeiter betroffen.

Nanosolutions hatte für seine innovativen Entwicklungen wiederholt Preise erhalten. So förderte die Innovationsstiftung der Stadt Hamburg das Unternehmen 2002 mit 400 000 Euro. Mit dem Geld entwickelte das Team um Haubold millionstel Millimeter kleine Leuchtstoffe. Die wurden dann als Tinte zur fälschungssicheren Markierung von Dokumenten eingesetzt. Bereits 2001 hatte Nanosolutions den mit 20 000 Euro dotierten Existenzgründerwettbewerb hep der Hamburger Universitäten gewonnen. Zwei weitere Preise folgten.

"In den fünf Jahren haben uns die Geldgeber - neben einem Wagniskapitalgeber sind das im wesentlichen Privatpersonen - mit 3,5 Millionen Euro gefördert", sagt Haubold. Doch offenbar habe das Unternehmen die Erwartungen der Investoren nicht erfüllt, obwohl neben der Spezialtinte auch eine Goldtinte sowie Leuchtpigmente für die medizinische Diagnostik entwickelt wurden.

Jetzt führe der Insolvenzverwalter, der Hamburger Anwalt Christoph Henningsmeier, Verhandlungen mit Interessenten, vor allem wegen der Patente. Auch mit der Wissenschaftsbehörde gibt es Gespräche. "Wir haben Interesse, Nanosolutions in Hamburg zu halten", so eine Sprecherin. Pläne des Senats für ein 9,5 Millionen Euro teures Centrum für Angewandte Nanotechnologie (CAN) würden durch die Insolvenz nicht in Frage gestellt, hieß es.