Block House jetzt auch in China

Restaurant: Die Hamburger Kette baut ihr Auslandsgeschäft aus. Neue Häuser in Shanghai und Athen geplant.

Hamburg. Die Block-Gruppe setzt auf Wachstum im Ausland und hat den Einstieg in den chinesischen Markt begonnen. Die Hamburger Steakhauskette eröffnete ihr erstes Restaurant im Geschäftsviertel der chinesischen Hauptstadt. Die neue Niederlassung wird jedoch nicht direkt vom Hamburger Mutterunternehmen, sondern über einen Lizenznehmer in China geführt. "Das ist dort so üblich", sagt Block-Geschäftsführer Stephan von Bülow. Auch in Hamburgs chinesischer Partnerstadt Shanghai will das Unternehmen in den nächsten zwei Jahren ein Steakhaus eröffnen.

Mit dem Aufbau des China-Geschäftes zielt Block vor allem auf die finanzkräftige Mittel- und Oberschicht, die mit der boomenden Wirtschaft stetig wächst. "Diese Chinesen schätzen hochwertige, europäische Restaurantkonzepte", sagt Unternehmensgründer Eugen Block. "Und die chinesischen Geschäftsleute gehen deutlich öfter essen als Europäer, elf bis zwölf Mal die Woche." Deswegen konzentriere sich das Unternehmen auf die Wirtschaftsmetropolen wie Peking und Shanghai. In kleineren Städten gebe es noch keine ausreichend kaufkräftige Kundenschicht für die Steakhäuser nach europäischem Vorbild.

Dabei sei die Ausstattung und das Speiseangebot der Restaurants im Ausland - neben Peking unterhält das Unternehmen noch drei weitere Häuser in Marbella, Malaga und Thessaloniki - bewußt am Stil der 32 deutschen Block Häuser orientiert. "In China ist die westliche Lebens- und Essensweise besonders bei jungen Menschen absolut in Mode", sagt von Bülow. Daneben böten die neuen Restaurants aber auch extra Räumlichkeiten und Separees, um der chinesischen Tradition des Essens in kleinen Gruppen entgegenzukommen.

Das Rindfleisch für China wird ausschließlich aus Uruguay importiert und sämtliche Zutaten aus Deutschland nach China eingeflogen. Auch die 40köpfige Mannschaft für Peking wurde vorher in Deutschland ausgebildet. "Das erste Block House ist unser Aushängeschild für China, da muß alles perfekt laufen", sagt von Bülow.

Zu den Kosten für die China-Dependance und den Import aller Zutaten wollte das Unternehmen keine Angaben machen. Von Bülow: "Es lohnt sich aber. Sonst würden wir es nicht machen." China soll jedoch nicht die einzige Region für die Expansion bleiben. Auch in Athen soll noch in diesem Jahr ein neues Block House stehen.