China-Gipfel gut für Hamburg

Kommentar

Mit dem ersten China-Gipfel hat sich Hamburg erfolgreich als wichtigste Anlaufstelle für China in Europa positioniert. Die Teilnahme des stellvertretenden Ministerpräsidenten Zeng Peiyan unterstrich eindrucksvoll, wie wichtig die Konferenz auch im Reich der Mitte selbst genommen wurde.

Damit ist der Handelskammer geglückt, was der Erste Bürgermeister Ole von Beust mit seiner China-Reise in diesem Jahr so richtig noch nicht zuwege brachte. Nämlich den direkten Kontakt mit zahlreichen chinesischen Investoren und der chinesischen Führung herzustellen. Dies wird der Hansestadt helfen, auch künftig vom Boom der chinesischen Wirtschaft zu profitieren.

Kammer und Senatskanzlei müssen künftig mehr als bisher an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, die Kontakte Hamburgs nach Fernost zu verstärken. Rückendeckung aus Berlin könnte da zusätzlich förderlich sein. Denn das einzige, was dem gelungenen China-Gipfel noch fehlte, war die deutliche Präsenz der Bundesregierung. Daß Bundesinnenminister Otto Schily zwar zusagte, dann aber wegen der Haushaltsberatungen im Bundestag doch fehlte, war angesichts des hochkarätigen Teilnehmerkreises in Hamburg schade.