Vulkanasche-Chaos

Millionenstrafe für Ryanair - Passagieren nicht geholfen

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Ryanair-Chef Michael O'Leary muss drei Millionen Euro zahlen. Während des Vulkanasche-Chaos verhielt sich die Airline nicht korrekt.

Rom. Wegen der schlechten Versorgung gestrandeter Passagiere im Vulkanasche-Chaos im April muss Europas größter Billigflieger Ryanair rund drei Millionen Euro Strafe zahlen. Laut italienischer Luftfahrtbehörde ENAC hat die irische Fluggesellschaft in insgesamt 178 Fällen gegen gesetzlich vorgeschriebene Verpflichtungen gegenüber Passagieren beim Ausfall von Flügen verstoßen. Dabei ging es vor allem um gestrandete Passagiere am Flughafen Rom-Ciampino, die von Ryanair nicht mit Getränken, Essen und Hotelgutscheinen versorgt wurden. Stattdessen waren der italienische Zivilschutz und der Betreiber des Flughafens eingesprungen.

Im April hatte der isländische Vulkan Eyjafjöll fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt. Die Schließung von hunderten Flughäfen hatte ein beispielloses Chaos ausgelöst, mehr als acht Millionen Reisende saßen fest. In Deutschland war der Luftraum für viereinhalb Tage ganz oder teilweise gesperrt.

Ryanair hatte bereits während der Störungen im April für Wirbel gesorgt: Zunächst wollte der irische Billigflieger Kosten etwa für Unterkunft und Verpflegung nur bis zur Höhe des gezahlten Ticketpreises erstatten. Später versprach Ryanair-Chef Michael O'Leary jedoch, gestrandeten Passagieren doch die gesamten Kosten zu erstatten. Eine Sprecherin der EU-Kommission forderte Ryanair auf, sich wie alle anderen Fluglinien auch an die Regeln zu halten.

( afp/abendblatt.de )

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