Medienrechte

Günther Jauch verliert vor dem Menschenrechtsgerichtshof

Günther und Thea Jauch im Jahr 2012

Günther und Thea Jauch im Jahr 2012

Foto: Imago/Sven Simon

"Wer wird Millionär?"-Moderator hatte wegen Bildern von seiner Hochzeit prozessiert. Straßburg bestätigt ein Urteil aus Hamburg.

Straßburg/Potsdam.  TV-Moderator Günther Jauch ("Wer wird Millionär?") und seine Frau Thea haben einen langjährigen Rechtsstreit um einen Medienbericht über ihre Hochzeit verloren. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg wies am Donnerstag eine Beschwerde des Ehepaars ab, das seine Privatsphäre verletzt sah. In dem Streit ging es um einen Artikel und Fotos in der Zeitschrift „Bunte“.

Vor Hamburger Gerichten hatten Jauch und seine Frau vergeblich auf Schadenersatz geklagt. Auch die Straßburger Richter sahen in der Berichterstattung keine Rechtsverletzung. Die deutschen Gerichte hätten das Recht des Ehepaars auf Privatsphäre sorgfältig gegen das öffentliche Informationsinteresse abgewogen. Das Ehepaar forderte nach der Veröffentlichung Schadenersatz in Höhe von 250.000 Euro – und ein Schmerzensgeld von 75.000 Euro.

Das Paar hatte seine Hochzeit 2006 in einem Potsdamer Schloss mit mehr als 100 Gästen gefeiert. Über ihren Anwalt hatten sie sich vorab Presseberichte verbeten (Beschwerde-Nr.: 68273/10 und 34194/11).

( dpa/les )

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