Musikpreis

Justin Bieber räumt ab, verliert aber sein Äffchen

Der kanadische Popstar wurde bei den Billboard Awards in gleich zwei Kategorien mit einem Preis bedacht. Aber auch einen Verlust muss Justin Bieber hinnehmen: Sein Kapuzineraffe „Mally“ bleibt in Deutschland.

Las Vegas/Los Angeles/München. Turbulente Tage für Justin Bieber: Erst musste der 19 Jahre alte kanadische Popstar den Verlust seines Kapuzineraffen „Mally“ hinnehmen, dann wurde er bei den Billboard Awards mit gleich zwei Preisen bedacht - und traf im Rahmen der Musikpreis-Verleihung in Las Vegas auf seine Ex Selena Gomez.

Bei den Awards gewann Bieber in den Kategorien „Bester männlicher Künstler“ und als „Top Social Artist“ für seine Präsenz in den sozialen Netzwerken. Der Sänger dankte es dem Publikum mit einem Auftritt und tat es damit seiner Verflossenen gleich: Denn auch Selena Gomez stand in Las Vegas auf der Bühne.

Und nicht nur dort sah man das Ex-Paar, sondern auch im Zuschauerraum der Grand Garden Arena - und zwar Seite an Seite. Das US-Magazin „People“ berichtet bereits von der Reunion der Teenie-Idole.

Affe „Mally“ bleibt in Deutschland

Während Selena bei Justin also scheinbar neue Schmetterlinge evoziert, muss sich der Sänger von einem anderen lieb gewonnenen Tier endgültig verabschieden: seinem Affen „Mally“.

„Das Management von Justin Bieber hat uns klar mitgeteilt: Mally soll zu anderen Kapuzineraffen in einen deutschen Zoo“, sagte Tierheimleiter Karl-Heinz Joachim der „Süddeutschen Zeitung“.

Bis Freitag 24 Uhr hatte der Superstar Zeit, um sein Kapuzineräffchen aus einem Münchner Tierheim zu holen - jetzt geht „Mally“ in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland über. Bevor „Mally“ umzieht, muss er laut Joachim noch einige tierärztliche Untersuchungen über sich ergehen lassen.

Weil Bieber bei der Einreise nach Deutschland Ende März keine Papiere für das Tier dabei hatte, war sein Haustier am Münchner Flughafen vom Zoll beschlagnahmt worden.

Tier muss vor Paparazzi geschützt werden

In welche Stadt das Tier jetzt kommt, will das Bundesamt für Naturschutz nicht sagen - der Affe müsse vor Paparazzi geschützt werden, sagte Sprecher Franz Emde am Freitag. Bewerber, die den Affen bei sich aufnehmen wollen, gibt es laut Tierheim mehrere.

Der Tierpark Hellabrunn in München werde nicht „Mallys“ neue Heimat werden, weil es dort keine anderen Kapuzineraffen gebe, sagte Joachim der „Süddeutschen Zeitung“. Gesellschaft von Artgenossen brauche der Affe nämlich dringend.

Ob Justin Bieber eine normalerweise fällige Strafe über mehrere zehntausend Euro und Unterbringungskosten für den Kapuzineraffen zahlen muss, ist noch unklar. Da es keine Vereinbarung mit den Behörden in den USA gebe, müsse eine Strafe nicht vollstreckt werden, erklärte Abteilungsleiter Dietrich Jelden vom Naturschutz-Bundesamt.

Bei einem künftigen Auftritt Biebers in Deutschland könne das Amt den Bescheid aber persönlich übergeben – dann wäre Bieber unter Zugzwang und müsste zahlen.