Hirnhautentzündung

Zecken-Gefahr: Die größten Risikogebiete in Deutschland

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Achtung, die Zecken kommen!

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Zecken können den Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitits (FSME) in sich tragen. Unsere Karte zeigt Risikogebiete in Deutschland.

Berlin. Wer in den wärmeren Monaten in der Natur unterwegs ist, muss vorsichtig sein – denn Zecken haben dann Hochsaison. Die Spinnentiere können Krankheitserreger wie das FSME-Virus auf den Menschen übertragen.

Allerdings lauert die Gefahr in Deutschland nicht überall. Bestimmte Teile des Landes gelten als FSME-Risikogebiete, besonders der Süden ist betroffen.

FSME durch Zecken: Größte Gefahr in Süddeutschland

Ein fast umfassendes FSME-Risiko besteht in Bayern und Baden-Württemberg. Außerdem sind Teile Thüringens und Sachsens und vereinzelt auch Gebiete in Hessen, Sachsen-Anhalt, Saarland, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen betroffen.

Unser interaktiver Zecken-Atlas zeigt die Risikogebiete für FSME und Borreliose in Deutschland.

Impfungen schützen vor FSME-Erkrankungen

FSME ist eine Erkrankung, die mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber und bei einigen Betroffenen auch mit einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute einhergeht. Übertragen wird sie hauptsächlich durch infizierte Zecken. Eine Therapie gibt es nicht – aber eine Impfung.

Laut RKI waren fast alle der gemeldeten FSME-Patienten im vergangenen Jahr nicht oder unzureichend geimpft (98 Prozent). Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Impfung gegen FSME, wenn man in einem Risikogebiet lebt oder dort hinreist.

In der Regel sind drei Impfungen nötig, um voll geschützt zu sein. Der Schutz hält dann mindestens drei Jahre. Bei anstehenden Reisen in Risikogebiete kann man inzwischen auch Schnellimpfungen erhalten. Lesen Sie hier, wie Sie sich im Frühjahr vor Zecken schützen könnten.

Borreliose durch Zecken deutlich häufiger

Sehr viel häufiger erkranken Menschen allerdings an der ebenfalls von Zecken übertragenen Lyme-Borreliose. Impfen lassen kann man sich dagegen nicht. Borreliose lässt sich aber mit Antibiotika behandeln.

Man erkennt sie häufig an der sogenannten Wanderröte, die sich ringförmig um den Zeckenstich bildet. Manchmal treten auch Symptome wie Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen auf. Als Schutz empfiehlt sich lange helle Kleidung, auf der sich die Zecken leicht erkennen lassen.

(lhel/cho)