USA

New York geht gegen Halbnackte am Times Square vor

Halbnackt in Manhattan: Die Desnudas posieren mit Touristen für Selfies und lassen sich das gut bezahlen

Halbnackt in Manhattan: Die Desnudas posieren mit Touristen für Selfies und lassen sich das gut bezahlen

Foto: CARLO ALLEGRI / REUTERS

Die Desnudas mit den entblößten Brüsten verdienen bis zu 300 Dollar am Tag für Selfies. Bürgermeister de Blasio will sie austricksen.

New York. Sie sehen sexy aus, sind halbnackt und können rund 300 Dollar am Tag verdienen: Die Desnudas, die in New York am Times Square für Fotos posieren und dafür üppige Trinkgelder einstreichen, erregen die Aufmerksamkeit von Bürgermeister Bill de Blasio. Und er ist alles andere als erfreut. Er will nun durchgreifen gegen die Desnudas (spanisch: Nackte), die die prüden Amerikaner beim genauen Hinschauen schockieren. Denn entblößte Brüste, wenn auch angemalt, sind sie in der Öffentlichkeit nicht gewohnt.

Wie einer der "Künstlerinnen", Mey Ovalles, der "New York Times" sagte, habe sie nie erwartet, so viel Geld mit ihren Auftritten zu verdienen. Ja, es seien viele Leute, die sie halbnackt sähen, aber: "Es ist ein Riesenspaß."

Im Jahr 2013 soll es das Phänomen zum ersten Mal gegeben haben, dass die mit Körperfarbe bemalten Frauen im String-Tanga für Fotos mit Passanten und Touristen posierten und dafür ein paar Dollar einstrichen. Meistens sind es Latinas, die über den Fußgängerbereich am Times Square spazieren und aus ihrem Körper Kapital schlagen. Sie nennen es eine "Performance".

Bürgermeister de Blasio weiß noch nicht, wie er des Problems Herr werden soll. Er sei aber der Ansicht, dass diese Aktivitäten „falsch“ seien. Die Polizei erklärte, sie könne kaum etwas gegen das Treiben tun. De Blasio meinte: Geld einzutreiben für das Oben-Ohne-Posieren komme einem Geschäftsabschluss gleich. Und dafür müsse die Stadt New York als Aufsicht eine Lizenz vergeben. Mit diesem Trick könnte er den Trend unterbinden.