Brainpool

Raab-Produktionsfirma streitet weiter mit Mitarbeitern

Entertainer Stefan Raab zieht sich aus dem TV-Geschäft zurück

Entertainer Stefan Raab zieht sich aus dem TV-Geschäft zurück

Foto: Swen Pförtner / dpa

Keine Einigung im Streit über Kündigungen bei Stefan Raabs Produktionsfirma Brainpool. Ein Gütetermin scheiterte.

Köln. Vor dem Arbeitsgericht Köln ist keine Einigung zwischen der TV-Produktionsfirma Brainpool und sechs gekündigten Mitarbeitern erzielt worden. Bei dem Gütetermin ging es um die ersten sechs von insgesamt 49 Klagen gegen betriebsbedingte Kündigungen bei Brainpool, wie Gerichtssprecher Frederik Brand sagte. Wegen des Wegfalls von Stefan Raabs Sendung „TV total“ hatte die Kölner Firma 80 Mitarbeitern zum Jahresende gekündigt. Ein erster Kammertermin ist nun für den 2. Dezember angesetzt. (AZ: 13 Ca 4906/15 u.a.)

Brainpool habe den Klägern in dem Termin am Mittwoch keinerlei Vergleichsangebot gemacht, sagte Brand. Die Firma habe darauf verwiesen, dass das Arbeitsverhältnis von vornherein auf die Zeit befristet gewesen sei, in der die Raab-Sendung produziert werde. Weitere Gütetermine finden nach Gerichtsangaben am Freitag statt.

Nach 22 Jahren im Fernsehgeschäft hatte der 48-jährige Raab im Juni seinen Rücktritt für Ende des Jahres angekündigt. Raab moderierte nach Angaben des Senders ProSieben bislang mehr als 2180 Mal „TV total“. Der Moderator hält zehn Prozent an Brainpool. Insgesamt beschäftigt die Firma derzeit 230 Mitarbeiter.

Die Brainpool TV GmbH wurde 1994 von Jörg Grabosch, Martin Keß und Ralf Günther gegründet. Als unabhängiger TV-Produzent für Comedy und Entertainment ist sie nach eigenen Angaben für bis zu 320 Stunden TV-Programm im Jahr verantwortlich, überwiegend bei den Sendern ProSieben, Sat.1 und RTL. Weitere Geschäftsfelder sind die Rechteverwertung für Künstler und die Produktion von Bühnenshows im Bereich Comedy.

( epd/HA )