Flug 4U 9525

Zwischenbericht: Die Lehren aus dem Germanwings-Absturz

Zwischenbericht der Experten-Arbeitsgruppe zum Absturz der Germanwings-Maschine mit 150 Toten soll in Berlin vorgestellt werden.

Berlin. Die deutsche Luftfahrtbranche zieht am Dienstag erste Lehren aus dem Absturz der Germanwings-Maschine mit 150 Toten. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) stellen den Zwischenbericht einer Experten-Arbeitsgruppe in Berlin vor, wie das Ministerium am Montag mitteilte. Erörtert wurde vor allem, ob es Veränderungen an den Sicherheitsfunktionen der Cockpittüren geben muss und wie die Flugtauglichkeit von Piloten künftig besser überprüft werden kann. Vorschläge sollten an europäische und internationale Behörden, Branchenverbände und Luftfahrtorganisationen weitergeleitet werden.

Die in Frankreich für die Untersuchung des Absturzes zuständige Behörde für Flugsicherheit Bea geht weiterhin davon aus, ihren Abschlussbericht bis Anfang kommenden Jahres vorzulegen. Im Fall von Germanwings müssten die Untersuchungen breiter angelegt werden als Fragen von Flugbetrieb oder Konstruktion des Flugzeugs, sagte Bea-Chef Rémi Jouty der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Germanwings-Copilot suchte im Internet nach Zyankali

Bei dem Absturz am 24. März in den französischen Alpen kamen alle 150 Menschen an Bord ums Leben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft sperrte der Copilot seinen Kollegen aus dem Cockpit aus und brachte die Maschine absichtlich zum Absturz. Er hatte psychische Probleme. (dpa)