Wetter in Hamburg

Experten versprechen Durchbruch des Frühlings

Ostern 2015 an der Hamburger Außenalster: Sonnig, aber kühl und windig

Ostern 2015 an der Hamburger Außenalster: Sonnig, aber kühl und windig

Wetterdienst: Jetzt wärmt sich Deutschland auf. Davon profitiert auch Hamburg. Das Wetter zeigte sich 2015 bislang kapriolenhaft.

Offenbach/Hamburg. Gehören die frostigen Temperaturen beim Wetter in Hamburg und im Norden jetzt endgültig der Vergangenheit an? In der kommenden Woche wärmt Deutschland sich auf, verspricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Doch was heißt das? Bislang zeigte sich das Wetter 2015 oft zweigeteilt – und fast immer mit dem besseren Ende für den Norden und nicht für den Süden des Landes. Bis zum Freitag sollen die Temperaturen auf bis zu frühlingshafte 20 Grad steigen, heißt es jetzt. In Hamburg und im Norden werden dann bis zu 18 Grad erwartet. Doch erst im Laufe der Woche nähern sich tatsächliche und gefühlte Temperaturen erst an.

So ist es beispielsweise am Dienstag zwischen zwei und elf Grad kühl, gefühlt sind es aber minus zwei bis höchstens neun. Der größte Temperatur-Sprung ist von Mittwoch auf Donnerstag vorhergesagt: „Ruckzuck wird es etwa zehn Grad wärmer“, sagt DWD-Meteorologe Christoph Hartmann. „Die Sonne wird ein täglicher Gast bleiben.“

Wer auf anhaltend warmes Wetter hofft, könnte aber enttäuscht werden. Bereits am Sonnabend schicken laut Prognose neue Tiefdruckgebiete viele Wolken nach Deutschland, und im Westen soll es auch regnen. Im Norden liegt das Regenrisiko dann bei 27 Prozent.

Kurioserweise scheint im Norden die Blüte teilweise schon weiter fortgeschritten zu sein als am Bodensee. Normalerweise wandert der an den Entwicklungsstand der Pflanzen gekoppelte Frühlingsbeginn 30 bis 40 km pro Tag von Südwest nach Nordost. Daher erreicht der Frühling Schleswig-Holstein etwa zwei bis drei Wochen nach Baden-Württemberg. Aber die Forsythie als Leitpflanze für den Vorfrühling begann 2015 ihre Blühzeit entlang der Elbe gleichzeitig mit der am Bodensee, schreibt der DWD auf seiner Homepage: "Ein Blick auf die Temperaturen zeigt uns, dass in Schleswig-Holstein im März die Temperaturabweichung vom Normalwert mit 2,3 Grad deutlich über der in Baden-Württemberg mit 1,6 Grad lag und es Norden etwa genauso warm war wie im Süden."

Haselpollen waren in diesem Jahr zu früh dran, Erlenpollen etwas später. Allergiker fürchten nun das großflächige Auftreten von Birkenpollen, die viele plagen.

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