Hollywood

Nach Robin Williams Tod kommt es jetzt zum Erbstreit

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Die Kinder aus den ersten beiden Ehen des Schauspielers beschuldigen die dritte Frau, das Testament gegen den Willen von Robin Williams auszulegen. Doch Susan Schneider Williams hält dagegen.

Los Angeles/Tiburon. Um das Erbe von Hollywoodstar Robin Williams ist zwischen seiner dritten und letzten Ehefrau Susan und seinen Kindern ein Justizstreit entbrannt. Wie aus bei einem Gericht in San Francisco eingereichten Dokumenten hervorgeht, stört sich seine Witwe daran, dass einige Gegenstände ihres Mannes ohne ihr Einverständnis entwendet wurden.

Die aus den ersten beiden Ehen stammenden Kinder des Komikers - Zachary (31), Zelda (25) und Cody (19), halten Susan Schneider Williams hingegen vor, das „Ganze noch schlimmer zu machen“ und den Treuhandvertrag ändern zu wollen. Es gehe ihr darum, ihnen Kleidung und andere persönliche Gegenstände ihres Vaters zu entreißen, klagten sie. Die Kinder seien „untröstlich“, dass die Frau gegen den Willen von Williams handele, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf die Gerichtsdokumente.

Laut Williams' Vermögensverwaltung vermachte der Schauspieler seinen Kindern Erinnerungsstücke, Trophäen aus der Unterhaltungsbranche und andere persönliche Gegenstände. Seine Witwe pocht darauf, es sei der Wille ihres Mannes, dass sie weiter in ihrem gemeinsamen Haus in Tiburon lebe. Daher mache es Sinn, dass seine Kinder lediglich jene persönlichen Habseligkeiten erhielten, die sich in einem anderen Anwesen Williams' in Napa befänden. „Jede andere Interpretation würde dazu führen, dass Frau Williams' Haus ausgeräumt wird, während sie noch immer dort lebt“, schrieben ihre Anwälte in der bereits im Dezember eingereichten Klageschrift.

„Es bricht den Kindern von Williams das Herz“

Doch die Kinder widersprechen dieser Lesart und erklären, es gebe keine spezifische örtlichen Beschränkungen der ihnen zustehenden Güter. Ihre Anwälte schrieben in den Gerichtsakten: „Es bricht den Kindern von Williams das Herz, dass die Klägerin, die weniger als drei Jahre Williams' Frau war, gegen seine Wünsche und Pläne handelt, die er so gewissenhaft für sein Erbe ins Auge gefasst hatte.“

Susan Williams' Anwalt James Wagstaffe sagte jedoch am Montag, seine Mandantin wünsche sich vom Gericht nur Klarheit über die Bedeutung der im Treuhandvertrag erwähnten Sachverhalte.

Williams war am 11. August in seinem Haus in Tiburon im Alter von 63 Jahren tot aufgefunden worden. Die Behörden gehen davon aus, dass er sich mit einem Gürtel erhängte. Der Komiker („Good Morning, Vietnam“; „Der Club der toten Dichter“; „Good Will Hunting“) hatte jahrelang unter Suchtproblemen und Depressionen gelitten. Robin und Susan Williams hatten 2011 geheiratet.

( (ap/dpa) )