Schlosser gesteht 21 Vergewaltigungen in drei Ländern

Düsseldorf. Im Lauf von 15 Jahren überfiel und vergewaltigte er Frauen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden: Ein Serienvergewaltiger, 46, aus Ahrweiler in der Eifel hat bei der Polizei ein umfassendes Geständnis abgelegt. Gegen ihn ist in Düsseldorf Anklage erhoben worden. Der Schlosser, der mit seiner Frau und zwei Kindern ein nach außen hin unscheinbares Leben führte, gestand 21 vollendete und versuchte Vergewaltigungen.

Der Mann war im März festgenommen worden. Die Verbrechen geschahen zwischen 1995 und 2010. Nachts war er maskiert in die Erdgeschosswohnungen junger Frauen eingestiegen, hatte seine Opfer mit einem Messer bedroht und sie vergewaltigt. Nun drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung.

Selbst die Ermittler bezeichnen den Fall als "außergewöhnlich". Nicht nur wegen der Zahl der Opfer, sondern auch wegen des bizarren Verhaltens. Denn der Täter hatte sich Frauen auch noch mit einer Mitleids-Masche genähert. Nach eigener Aussage habe er an rund 1000 Haustüren geklingelt, sich als Körperbehinderter ausgegeben, der seine Arme nicht bewegen könne, und Frauen gebeten, ihm beim Urinieren zu helfen. Etwa 150 Frauen habe er so überreden können, ihn zu befriedigen. Staatsanwalt Johannes Mocken: "Die Fälle, in denen er keinen Zwang ausgeübt hat, sind nicht einmal strafbar."