Nach Haftentlassung

Papst-Attentäter Ali Agca plant Memoiren

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Agca habe mehrere Angebote, die sich im Millionenbereich bewegen. Außerdem würde er gern Papst Benedikt im Vatikan besuchen.

ANkara. Nach seiner für den 18. Januar erwarteten Freilassung aus dem Gefängnis plant der Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca Angebote für Buchrechte, Verfilmungen und Fernsehdokumentationen zu prüfen. Offenbar möchte er mit seiner Lebensgeschichte Geld machen. Der Türke habe vor, nach seiner Haftentlassung ein Buch und einen Film zu veröffentlichen. Allein drei Millionen Dollar für Memoiren mit Details über das Attentat seien im Gespräch. Agca erklärte ausserdem, er würde gerne in den Vatikan reisen und Papst Benedikt XVI. treffen. Ein Termin für einen solchen Besuch stehe aber noch nicht fest.

Der Türke schoss im Mai 1981 auf dem Petersplatz in Rom auf Papst Johannes Paul II. und verletzte ihn schwer. Zwei Jahre nach dem Attentat besuchte Johannes Paul ihn in einem italienischen Gefängnis und vergab ihm. Über das Motiv für den Anschlag machte Agca widersprüchliche Angaben. Für das Attentat verbüßte er eine 19 Jahre dauernde Haft in Italien. Anschließend wurde er in der Türkei inhaftiert, wo er wegen der Ermordung eines Journalisten 1979 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Diese Haftzeit nähert sich nun ihrem Ende. Papst Johannes Paul II. starb am 2. April 2005.

( (APD/dpa/abendblatt.de) )