Einst hießen die Windsors Sachsen-Coburg-Gotha

Den Namen Windsor trägt das britische Königshaus seit dem 17. Juli 1917. Damals verfügte Georg V., der Großvater von Elizabeth II., dass seine Familie sich fortan nach der königlichen Residenz Windsor Castle nennt. Der Namenswechsel sollte die Antipathie der Briten gegenüber Deutschland während des 1. Weltkrieges zum Ausdruck bringen. Seit Jahrhunderten waren die Briten von deutschen Familien - zunächst von dem Haus Hannover, dann Sachsen-Coburg-Gotha - regiert worden.

1714 war die englische Krone an einen deutschen Kurfürsten gefallen (König Georg I. von Hannover). Durch die Hochzeit von Königin Victoria mit ihrem deutschen Cousin Albert wechselte das Haus auf Sachsen-Coburg-Gotha. Nach Georg V., Edward VIII. und Georg VI., regiert Elizabeth II. als vierter Souverän des Hauses Windsor. Seit 1960 gilt: Nur die Kinder der Queen, die den Titel eines Prinzen oder einer Prinzessin führen, und die Nachkommen ihrer Söhne dürfen den Namen Windsor tragen. Alle anderen müssen den Nachnamen von Prinz Philip, Mountbatten-Windsor, übernehmen.

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