Ein Grab ohne Namen - Der stille Abschied von Rudi Carrell

Es blieb bis zuletzt ein Geheimnis, wo Rudi Carrell (t 71) seine letzte Ruhe finden wird.

BREMEN. Gestern, zweieinhalb Wochen nach seinem Krebstod, ist der Entertainer in aller Stille beigesetzt worden. An der Urnenbestattung auf dem Friedhof in Heiligenfelde (Niedersachsen) nahm nach Angaben seines Schwiegersohnes Dieter Klar nur der engste Familienkreis teil.

"Bei der 30 bis 45 Minuten dauernden Beisetzung waren seine drei Kinder, Enkelkinder und seine Frau Simone dabei", sagte Klar. Carrell sei neben seiner zweiten Ehefrau Anke, die im Februar 2000 an Herzversagen gestorben war, beigesetzt worden. Auch sein jüngstes Kind, Sohn Alexander (29), der in Australien lebt, war gestern dabei. An dem Grab fehlt jeder Hinweis auf Rudi Carrell. Er selbst hatte den Wunsch geäußert, daß es keine offizielle Trauerfeier gibt. Der Showmaster erlag am 7. Juli seinem Lungenkrebsleiden. Der Holländer mit dem charmanten Akzent, der mit Shows wie "Am laufenden Band" vier Jahrzehnte Fernsehgeschichte schrieb, lebte seit 1975 auf einem Gutshof in Syke bei Bremen. Der Kettenraucher hatte sich schon vor Monaten mit seinem Tod abgefunden. "Dann ist es eben aus", sagte er.

Auch gestern bekundeten noch immer Fans ihre Trauer in einem Internet-Gästebuch. "Du wirst in unseren Lachen und Herzen weiterleben" oder "Ein klasse Holländer ist von uns gegangen, der uns Deutschen gezeigt hat, was Humor ist", schrieben sie.