Regionalliga

DDR-Nationaltorwart Heyne neuer Trainer bei Norderstedt

Dirk Heyne (58) ist Nachfolger des am Dienstag beurlaubten Thomas Seeliger. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2018

Dirk Heyne (58) ist Nachfolger des am Dienstag beurlaubten Thomas Seeliger. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2018

Foto: Thomas Maibom

Eintracht Norderstedtverpflichtet den bisherigen A-Jugend-Coach als Trainer der Regionalliga-Fußballer.

Norderstedt.  Das ging schnell. Die Suche der Vereinsverantwortlichen von Eintracht Norderstedt nach einem neuen Trainer für die Regionalliga-Mannschaft dauerte nicht einmal zwei Tage. Dirk Heyne (58), seit Saisonbeginn Coach der U19 des Fußballclubs von der Ochsenzoller Straße, ersetzt Thomas Seeliger. Dieser war am vergangenen Dienstag nach etwas mehr als vierjähriger Amtszeit beurlaubt worden.

„Dirk Heyne ist ein anerkannter Fachmann. Wir kennen ihn, er kennt die Strukturen bei Eintracht Norderstedt. Deshalb ist uns die Entscheidnung leicht gefallen“, sagte Präsident Reenald Koch. Heynes Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2018.

Der gebürtige Magdeburger absolvierte als Torhüter unter anderem zehn A-Länderspiele für die DDR, zwischen 1977 und 1991 323 Oberliga-Partien sowie 34 Europapokal-Matches für den
1. FC Magedeburg. In der Bundesliga stand er von 1991 bis 1994 für Borussia Mönchengladbach 24-mal zwischen den Pfosten, ehe er seine Karriere wegen einer Knieverletzung beenden musste.

Bisherige Trainerstationen des Fußball-Lehrers im Herrenbereich waren der 1. FC Magdeburg, mit dem er nach dem Aufstieg in die Regionalliga in der Saison 2006/2007 knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasste, und Sachsen Leipzig (bis zum 21. April 2011). Zu Eintracht Norderstedt kam er zu Beginn der Serie 2012/2013 und arbeitete dort seitdem als Torwart-, Co- und zuletzt Cheftrainer des A-Junioren-Teams.

Zweiter Kandidat für den vakanten Posten des Übungsleiters war Marc Fascher (früher unter anderem SC Concordia, Preußen Münster, Rot-Weiss Essen, Hansa Rostock, zuletzt Al-Salmiya Sports Club/Kuwait) – wenn auch nur kurz.

„Wir hatten ein gutes Gespräch mit Marc, er hat aber schnell deutlich gemacht, dass er nur mit Vollprofis zusammenarbeiten möchte“, sagte Reenald Koch. „Er ist ein Supertyp, aber es hat zwischen uns nicht gepasst.“

Stefan Siedschlag bleibt Co-Trainer

Der Assistent von Thomas Seeliger, Stefan Siedschlag, bleibt übrigens auch unter Dirk Heyne Co-Trainer. In der Oddset-Pokal-Begegnung beim Bezirksliga-Club Juventude do Minho trug der 39-Jährige für eine Partie die alleinige Verantwortung an der Seitenlinie und freute sich über einen 8:0 (4:0)-Erfolg des Titelverteidigers.

„Unser Erfolg war nie gefährdet“, sagte er, „wir haben Ball und Gegner gut laufen lassen.“ Im Gegensatz zu den meisten Regionalliga-Punktspielen in dieser Saison münzte die Eintracht ihre Möglichkeiten konsequent in Zählbares um. Siedschlag: „Für unsere Verhältnisse war das recht effizient.“

Selbstvertrauen sammelte gegen Juventude Stürmer Laurynas Kulikas, der schon beim 0:0 im Punktspiel gegen die SV Drochtersen/Assel am vergangenen Wochenende für etwas Schwung gesorgt hatte. Er wurde zur zweiten Halbzeit für Jan Lüneburg eingewechselt und traf gegen die hoffnunglos unterlegenen Wilhelmsburger dreimal.

Stefan Siedschlag ließ mit Philipp Koch und Linus Meyer zwei Sechser auflaufen – ein kleiner Fingerzeig für die taktische Ausrichtung in der Regionalliga-Partie beim amtierenden Meister und Angstgegner VfL Wolfsburg II (Sonnabend, 13 Uhr)? Gegen die Niedersachsen gab es in bisher sechs Duellen sechs Niederlagen mit einem verheerenden Torverhältnis von 1:26...

4. Runde im Hamburger Oddset-Pokal Juventude do Minho – Eintracht Norderstedt 0:8 (0:4). Tore: 0:1 Deran Toksöz (17.), 0:2 Steven Lindener (25.), 0:3 Jan Lüneburg (27.), 0:4 Juri Marxen (33.), 0:5, 0:6 Laurynas Kulikas (46./60.), 0:7 Linus Meyer (85.), 0:8 Laurynas Kulikas (88.). Eintracht Norderstedt: Hartmann – Marxen, Mandic, Rose, Lindener – Meyer, Koch – Kunath (60. Kevac), Toksöz (46. Choi), Brown – Lüneburg (46. Kulikas).