Volleyball-Play-offs

VT Aurubis Hamburg steht nach Niederlage vor dem Aus

Glatt mit 0:3 (18:25, 17:25, 18:25) unterlag die Mannschaft von Trainer Helmut von Soosten am Sonnabend vor 1711 Zuschauern in der ersten Partie der "Best of three“-Serie.

Hamburg Rund 800 Kilometer sind es vom bayerischen Vilsbiburg bis nach Hamburg-Neugraben. Zehn Stunden benötigten die Bundesligafrauen des Volleyballteams Aurubis, um in der Nacht zu Ostersonntag im Mannschaftsbus die Heimreise vom ersten Spiel der Best-of-three-Viertelfinalserie gegen die Roten Raben zu absolvieren. Viel Zeit also, die Cheftrainer Helmut von Soosten nutzen konnte, um eine erste Fehleranalyse zu erstellen. Und Fehler, davon hatten seine Spielerinnen bei der 0:3 (18:25, 17:25, 18:25)-Niederlage einige gemacht.

Besonders die vielen unerzwungenen Punktverluste während der 68 Minuten, die die Partie dauerte, hatten dafür gesorgt, dass von Soosten selbst am Nachmittag des Ostersonntags noch enttäuscht, gar verärgert war. „Wir gewinnen einen spektakulären Ballwechsel, doch anstatt davon zu profitieren, machen wir direkt einen Aufschlagfehler. Solche Dinge muss man abstellen, wenn man gegen einen Gegner der Kategorie Vilsbiburg siegen will“, sagte er. Der Hauptrundenzweite musste, monierte er, nichts Besonderes bieten, um seine Auswahl zu besiegen, sondern nur auf deren Fehler warten.

Als zu schwer wiegende Hypothek erwies sich der Ausfall von Libera Julie Jasova. Die Tschechin, die schon in der Vorwoche beim Sieg im Pre-Play-off-Spiel in Suhl unter Rückenschmerzen gelitten hatte, erlitt beim Warmspielen am Sonnabendvormittag einen so schweren Rückschlag, dass sie weder stehen noch sitzen geschweige denn an die Ausübung von Leistungssport denken konnte. Jasovas Ersatzfrau Moana Behrens, die gewöhnlich in der Zweitligareserve zum Einsatz kommt, machte ihre Sache zwar sehr gut. Dennoch war ein Bruch im Spiel nicht zu übersehen. „Wir konnten nicht über unsere gewohnte Achse angreifen, mussten deshalb öfter über Außen attackieren und sind in der Doppeldeckung der Roten Raben hängen geblieben“, analysierte von Soosten, der neben Behrens einzig seinem Mittelblock eine gute Leistung attestierte. Ciara Michel wurde dank ihrer Angriffsquote von 67 Prozent zur besten Hamburger Spielerin gewählt. Die meisten Punkte (zehn) steuerte Sarah Ammerman bei, Topspielerin Vendula Merkova kam, behindert von Achillessehnenproblemen, nur auf indiskutable zwei Zähler.

Für das zweite Spiel der Serie am Sonnabend (19 Uhr, CU-Arena) hofft von Soosten auf die Rückkehr Jasovas. „Ich bin mir sicher, dass wir mit ihr eine deutlich bessere Leistung zeigen werden“, sagte der Trainer. Das allerdings ist auch notwendig. Ansonsten ist die Saison 2012/13 für das VT Aurubis bereits in fünf Tagen Geschichte.