Tennis

Fünf Deutsche stehen am Rothenbaum im Hauptfeld

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Philipp Kohlschreiber fühlt sich am Rothenbaum sehr wohl.

Philipp Kohlschreiber fühlt sich am Rothenbaum sehr wohl.

Foto: Witters

Philipp Kohlschreiber ist zum 17. Mal dabei. Dominic Koepfer könnte im Achtelfinale den topgesetzten Stefanos Tsitsipas fordern.

Hamburg. An die drei Jahre, in denen er seit Beginn seiner Profikarriere nicht am Rothenbaum aufschlug, hat Philipp Kohlschreiber keine Erinnerungen mehr. Im Mai 2002 hatte der Augsburger als damals 18-Jähriger an der Hallerstraße debütiert und sich dem Weltranglistenersten Lleyton Hewitt (Australien) geschlagen geben müssen. 2003 und 2004 reichte sein Weltranglistenranking nicht für einen Start im damals noch als Masters firmierenden Turnier. 2013 verzichtete er auf seinen Start. In diesem Jahr erlebt der 37 Jahre alte Weltranglisten-115. Hamburg zum 17. Mal.

„Ich liebe es einfach, Turniere in Deutschland zu spielen, deshalb bin ich sehr dankbar dafür, dass ich eine Wildcard erhalten habe“, sagte er. Nach dem Erstrundenaus in Wimbledon habe er kurz überlegt, ob die Rückkehr von Rasen auf Sand vor den Olympischen Spielen auf Hartplatz in Tokio (Start des Tennisturniers: 24. Juli), für die er im Einzel qualifiziert ist, sinnvoll ist.

2014 und 2017 stand Kohlschreiber am Rothenbaum im Halbfinale

„Aber ich glaube, dass mir die Matchpraxis gut tun wird.“ Abzuwarten bleibt, wie viel Matchpraxis Kohlschreiber noch erwarten kann. 2014 und 2017 stand er am Rothenbaum im Halbfinale, in den vergangenen drei Jahren kam er über Runde eins nicht hinaus. Diesmal hat er mit dem Spanier Jaume Munar (24/Nr. 69) erneut eine knifflige Auftaktaufgabe. „Wir haben noch nie gegeneinander gespielt, aber ich kenne ihn aus dem Training. Ein typischer Spanier, der hart kämpft, sich auf Sand wohlfühlt. Aber ich hoffe, dass ich meinen Rhythmus finde und meine Chance bekomme.“

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Im Fall eines Sieges könnte im Achtelfinale ein deutsches Duell mit Daniel Altmaier (22/Kempen/Nr. 166) locken, sofern dieser seine Auftakthürde Filip Krajinovic (29/Serbien/Nr. 44) überspringt. Ohne Wildcard ins Hauptfeld schafften es nur zwei Deutsche: Jan-Lennard Struff (31/Warstein/Nr. 45), der im Fall eines Sieges über den Serben Laslo Djere (26/Nr. 55) im Achtelfinale auf Nicola Kuhn treffen könnte. Und Dominic Koepfer (27/Furtwangen).

Stefanos Tsitsipas hat in Runde eins ein Freilos

Der Weltranglisten-62. fordert, einen Auftaktsieg gegen den Nürnberger Qualifikanten Maximilian Marterer (26/Nr. 200) vorausgesetzt, im Achtelfinale den topgesetzten French-Open-Finalisten Stefanos Tsitsipas (22/Griechenland/Nr. 4), der in Runde eins ein Freilos hat.

Von acht in der Qualifikation gestarteten Deutschen schaffte nur Marterer den Sprung ins Hauptfeld. Der Hamburger Tobias Kamke (35/Nr. 235) unterlag in der ersten Runde dem Italiener Alessandro Giannessi (31/Nr. 163) 3:6, 4:6.

Auslosung 1. Runde:Tsitsipas (Griechenland/1) Freilos; Koepfer (Furtwangen) – Marterer (Nürnberg/Qualifikant); Kohlschreiber (Augsburg) – Munar (Spanien); Altmaier (Kempen) – Krajinovic (Serbien/6); Bassilaschwili (Georgien/3) Freilos; Moutet (Frankreich) – Baez (Argentinien); Kuhn (Spanien) – Seyboth Wild (Brasilien/Q); Struff (Warstein/7) – Djere (Serbien); Paire (Frankreich/8) – Berankis (Litauen); Varillas (Peru/Q) – Nagal (Indien/Q); Delbonis (Argen­tinien) – Zhang (China/Q); Ramos-Vinolas (Spanien/4) Freilos; Lajovic (Serbien/5) – Pouille (Frankreich); Mager (Italien) – Molcan (Slowakei/Q); F. Lopez (Spanien) – Taberner (Spanien/Q); Carreno Busta (Spanien/2) Freilos.

Spielplan Montag (Start 12.30 Uhr), Center-Court: Kuhn – Seyboth Wild, Moutet – Baez, Kohlschreiber – Munar, Paire – Berankis. Tickets ab 39 Euro, 3500 Zuschauer zugelassen.

( bj )

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