Coronavirus

HSV Handball: Saisonstart abgesagt, Heimspiel fraglich

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Am vergangenen Freitag hatte der HSVH noch ein Testspiel gegen den Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf bestritten (35:34).

Am vergangenen Freitag hatte der HSVH noch ein Testspiel gegen den Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf bestritten (35:34).

Foto: Leonie Horky / WITTERS

Die gesamte Mannschaft ist in Quarantäne. Inzwischen ist klar, wie die Infektion erfolgte. Auch ein Bundesligaclub ist betroffen.

Hamburg.  Der Handball-Sport-Verein Hamburg muss seinen Saisonstart in der 2. Bundesliga verschieben. Fünf Spieler des Kaders seien bei den wöchentlichen Corona-Tests positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Club mit. Die gesamte Mannschaft habe sich umgehend in eine freiwillige Quarantäne begeben.

Der routinemäßige Test war am Montag durchgeführt worden, insgesamt 30 Proben wurden entnommen. Die fünf betroffenen Spieler des HSV Hamburg waren offenbar bei einer privaten Zusammenkunft von einer sechsten Person angesteckt worden. Sie zeigten keinerlei Symptome und fühlten sich gesund. Am Montag und Dienstag haben sie noch mit den Teamkollegen trainiert.

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HSV Handball: Saisonstart abgesagt, Heimpremiere wackelt

Das für diesen Mittwochabend angesetzte letzte Testspiel der Saisonvorbereitung beim VfL Lübeck-Schwartau wurde abgesagt. Inzwischen steht fest, dass auch das erste Punktspiel der Saison beim TuS N-Lübbecke – angesetzt für Freitag, 2. Oktober – nicht stattfinden kann.

Am Abend teilte der Verein mit, dass HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke bereits Gespräche mit der Handball-Bundesliga wegen einer Verlegung des ersten Heimspiels der Saison – geplant für den 10. Oktober gegen die HSG Konstanz – führt: Es sei "mit Blick auf die Verletzungsprophylaxe und auf die sportliche Fairness kaum zu verantworten, die Jungs nach zwei Wochen in Quarantäne mit nur drei möglichen Trainingstagen wieder in einen Wettkampf zu schicken“, so Frecke.

Alle Spieler in Quarantäne – weiterer Test am Donnerstag

Alle negativ getesteten Spieler des HSVH müssen auf Anweisung des zuständigen Gesundheitsamts Hamburg-Altona bis zum 6. Oktober in Quarantäne bleiben. Die infizierten Profis dürfen bereits am 2. Oktober die Isolation beenden – bei ihnen wird von einer viertägigen Inkubationszeit ausgegangen.

Geprüft wird, ob auch der Hamburger Trainer- und Betreuerstab in Quarantäne muss. Sie werden dahin gehend befragt, ob sie als Kontaktpersonen ersten oder zweiten Grades einzustufen sind.

Am Donnerstag soll die Mannschaft erneut getestet werden. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, ob sich im Training weitere Spieler oder Betreuer mit dem Virus infiziert haben.

Testspielgegner Hannover-Burgdorf stoppt Training

Auch die Bundesliga ist von dem Fall betroffen. Die TSV Hannover-Burgdorf hat ihren Trainingsbetrieb gut eine Woche vor dem Saisonstart vorerst ausgesetzt. Der Tabellenvierte der vergangenen Saison hatte am vergangenen Freitag ein Testspiel gegen die Hamburger bestritten.

Das Training soll wieder aufgenommen werden, wenn „Gewissheit über die Testergebnisse herrscht“, teilte der Club mit. Bis Donnerstagnachmittag soll es Resultate geben, die komplette Mannschaft wurde obligatorisch getestet. „Um jegliche Risiken zu vermeiden und zum Schutz unserer Spieler haben wir vorsorglich den Trainingsbetrieb unterbrochen bis die Testergebnisse da sind“, sagte Hannovers sportlicher Leiter Sven-Sören Christophersen.

( HA )