Zuschauerzahlen

Handballer werden Tabellenführer – in der Zuschauergunst

HSVH-Trainer Torsten Jansen kann gegen Lübeck-Schwartau auf fast alle Spieler seines Kaders zurückgreifen.

HSVH-Trainer Torsten Jansen kann gegen Lübeck-Schwartau auf fast alle Spieler seines Kaders zurückgreifen.

Foto: ValeriaWitters / WITTERS

Sporthalle fast ausverkauft. Verein rechnet mit 3700 Besuchern. Das ist Rekord. Sportlich landen Spieler nicht auf Spitzenplatz.

Hamburg.  Es ist ein Derby, ein Derby, ein Derby. Torsten Jansen (42), Trainer des Handball Sport Vereins Hamburg (HSVH), reduzierte vor dem Nachbarschaftsduell am Donnerstag (17 Uhr, Sporthalle Hamburg) mit dem VfL Lübeck-Schwartau seine sportliche Einschätzung auf die geografische Nähe der Konkurrenten. Die beträgt 68 Kilometer. Viel mehr musste der Weltmeister von 2007 auch nicht sagen vor einem Spiel, das, wie Jansen wohl zu Recht glaubt, der entscheiden wird, „wer den Kampf annimmt und die nötige Moral aufbringt“.

Eines steht allerdings schon vor dem Anwurf fest. Der HSVH wird die Tabellenführung in der 2. Handball-Bundesliga übernehmen – in der Zuschauergunst. Mit 3700 Besuchern wird die Sporthalle an der Winterhuder Krochmannstraße das erste Mal in dieser Saison ausverkauft sein, der Zuschauerschnitt auf 2904 steigen. Der bisherige Spitzenreiter VfL Gummersbach (2885) fällt damit auf Platz zwei zurück. Möglich wird die Kulisse dank einer Zusatzbestuhlung, die 130 weitere Sitzplätze schafft. Knapp 100 Karten sind dadurch am Mittwoch noch online verfügbar.

HSVH auf Platz sechs der Tabelle

Sportlich starten die Hamburger (6.) das erste Mal aus einer tabellarisch besseren Ausgangsposition in die Begegnung mit den ersatzgeschwächten Schwartauern (13.). Als Favoriten fühlen sie sich dennoch nicht, denn es ist, wie gesagt, ein Derby. Jansen konnte zudem seine bisherige taktische Vorbereitung einstampfen, weil mit dem polnischen Nationalspieler Pawel Genda (25), der am Wochenende erneut einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitt, einer der wichtigsten Spieler beim Gegner ausfällt.

Der HSVH-Trainer wiederum muss nur auf den langzeitverletzten Finn Wullenweber verzichten, Jan Kleineidam dagegen dürfte nach überstandener Grippe zum Kader gehören. Kapitän Lukas Ossenkopp meldete sich nach auskurierter Nackenverletzung – er war vor elf Tagen in Eisenach in die Spielfeldbegrenzung gestürzt – wieder fit.