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Handballer in wichtiger Woche ohne ihren Trainer Jansen

HSVH-Trainer Torsten Jansen (41) absolviert noch bis Mai 2019 seine A-Lizenz-Ausbildung.

HSVH-Trainer Torsten Jansen (41) absolviert noch bis Mai 2019 seine A-Lizenz-Ausbildung.

Foto: TayDucLam / WITTERS

Die Abstinenz des Coaches kommt zur Unzeit. Bei den zurückliegenden Pleiten hakte vor allem die Offensive.

Hamburg.  Torsten Jansen rollt mit den Augen, zuckt mit den Achseln. Es ist nicht sein Lieblingsthema, „aber da muss ich durch. Es bleibt mir ja keine andere Wahl“, sagt der Trainer des Handball Sport Vereins Hamburg, der von Mittwoch an wieder auf Reisen geht. In Berlin steht die dritte Lehrgangswoche seiner Ausbildung zum A-Lizenz-Coach an. Thema: Talentförderung.

Ein Pflichttermin zur Unzeit, denn nach der 18:21-Heimniederlage am Freitagabend im Derby gegen Lübeck-Schwartau, der fünften Pleite aus den vergangenen sechs Spielen, „schaue ich wieder mehr denn je auf die Abstiegsränge“, sagt der Coach, der im Oktober noch auf einen sicheren Mittelfeldplatz zum Zweitliga-Hinrundenende gehofft hatte. Ein Punkt trennt die Hamburger (13./14:20 Zähler) von Tabellenplatz 16 – dem ersten Abstiegsrang.

Angriff bereitet Jansen Sorgen

Die Aufgaben in dieser Trainingswoche werden verteilt. Co-Trainer Blazenko Lackovic befindet sich mit seinem Chef in regem Austausch. „SMS, WhatsApp, Telefonate – ,Toto’ wird über alles informiert“, sagt der Kroate. Teammanager Markus Groß unterstützt bei der Vorbereitung auf die Auswärtspartie beim TV Großwallstadt (Sonnabend, 19.30 Uhr/Sportdeutschland.tv), dem direkten Konkurrenten (17./11:23) im Abstiegskampf.

„Es ist bei uns wie ein ungeschriebenes Gesetz“, sagt Jansen, „nachdem wir an unserem Abwehrverhalten gearbeitet haben und gegen Schwartau sehr gut standen, hakt es nun im Angriff. Daran müssen wir arbeiten.“ Improvisationskunst ist auch beim Trainingsort gefragt. Wegen der Hamburger Sportgala an diesem Mittwochabend in der Volksbank Arena muss der für die Wahl zur Mannschaft des Jahres nominierte Aufsteiger ausweichen: Oberligist TuS Esingen in Tornesch hat seine Halle angeboten.

Jansen trifft am Sonnabendmittag per Bahn direkt beim Team in Großwallstadt ein. „Dann fällt die Spielbesprechung etwas länger aus“, sagt er. Immerhin: Nach seiner vorheriger Abwesenheit Anfang Oktober feierten die Hamburger drei Siege in Folge. Wiederholung erwünscht.