Handball

HSV trifft zum Pokalauftakt auf alten Bundesliga-Rivalen

Trainer Torsten Jansen führte den HSV Hamburg in die 2. Bundesliga

Trainer Torsten Jansen führte den HSV Hamburg in die 2. Bundesliga

Foto: TimGroothuis / WITTERS

Auf sein Recht, das Viererturnier in Hamburg auszurichten, verzichtet der Zweitliga-Aufsteiger allerdings.

Hamburg.  Auf den Handball-Sport-Verein Hamburg sind sie in Minden noch immer nicht sonderlich gut zu sprechen. Im Sommer 2015 musste der dortige Traditionsclub GWD als Viertletzter in die 2. Bundesliga absteigen. Nur ein halbes Jahr später meldete der HSV Insolvenz an und zog sich vom Spielbetrieb zurück. Aus Mindener Sicht war klar: Der Champions-League-Sieger von 2013 hätte nie eine Lizenz erhalten dürfen – und GWD so die Klasse gehalten.

Ein bisschen Brisanz steckt also drin in der Konstellation der ersten DHB-Pokal-Runde, die am Dienstag in Düsseldorf ausgelost wurde. Am 18. August kommt es im Halbfinale des Viererturniers zum Wiedersehen der früheren Bundesliga-Rivalen. Die Kräfteverhältnisse haben sich längst umgekehrt. Minden ist bereits 2016 in die Bundesliga zurückgekehrt, der erneuerte HSV hat gerade erst den Aufstieg in die Zweitklassigkeit geschafft.

Alte Rivalitäten spielen da wohl keine große Rolle mehr. „Wir freuen uns auf das Wiedersehen, das wird ein interessantes Duell“, sagte der frühere Nationalmannschaftskapitän Frank von Behren, inzwischen sportlicher Leiter seines Heimatvereins Minden. Hamburg wäre aus seiner Sicht für die Auftaktrunde „ein toller Spielort“.

Sporthalle Hamburg gesperrt

Dieser Wunsch wird sich allerdings nicht erfüllen. Denn der HSV verzichtet auf sein mögliches Recht, das Turnier auszurichten. Grund: Die Sporthalle Hamburg erhält im Sommer neue Mannschaftskabinen und steht nicht zur Verfügung. Voraussichtlich muss deshalb auch das erste Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen verlegt werden. Eine andere Spielstätte kam nicht in Betracht.

Zunächst wäre ohnehin der 1. VfL Potsdam als klassentiefster Club als Ausrichter am Zug. Der Drittligist trifft im anderen Halbfinale auf den Zweitligaclub Wilhelmshavener HV. Sollten auch diese beiden Vereine verzichten, würde die Runde in Minden stattfinden.

Der deutsche Meister SG Flensburg-Handewitt trifft in der ersten Runde auf den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen. Der Rekordmeister und -pokalsieger THW Kiel muss sich zunächst mit dem Traditionsclub TuSEM Essen aus der 2. Bundesliga messen. Nur die Sieger der 16 Miniturniere erreichen das Achtelfinale. Der Pokalsieger 2019 wird beim Final Four am 6./7. April in der Hamburger Barclaycard-Arena ermittelt.