Handball

Insolvenzverwalter klagt gegen früheren HSV-Mäzen Rudolph

Muss Andreas Rudolph 2,5 Millionen Euro zahlen?

Muss Andreas Rudolph 2,5 Millionen Euro zahlen?

Foto: TimGroothuis / Witters

Es geht um 2,5 Millionen Euro. Der damalige Präsident Andreas Rudolph beruft sich allerdings auf eine Zusatzvereinbarung.

Hamburg. Insolvenzverwalter Dr. Gideon Böhm hat gegen den früheren Präsidenten und Mäzen des HSV Hamburg, Andreas Rudolph, eine Klage beim Landgericht Lübeck eingereicht. Das bestätigte Böhm am Freitag dem Abendblatt. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Bereits auf der Gläubigerversammlung am 13. April hatte der 48 Jahre alte Rechtsanwalt diesen Schritt angekündigt.

Hintergrund der Klage ist eine sogenannte Verpflichtungserklärung in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro, ohne die der HSV nicht die Lizenz erhalten hätte. Rudolph hatte garantiert, beim HSV für die mutmaßliche Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben aufzukommen.

Gläubiger fordern 2,5 Millionen Euro

Rudolph und seine Anwälte vertreten jedoch den Standpunkt, er hätte aufgrund einer Zusatzvereinbarung mit dem damaligen Geschäftsführer Christian Fitzek alle Verpflichtungen erfüllt. Der Prozess könnte sich über Jahre hinziehen.

Mit dem Geld könnten die anerkannten Forderungen der Gläubiger in Höhe von 2,5 Millionen Euro bezahlt werden. So fordern unter anderem das Finanzamt Hamburg-Altona 606.813,13 Euro, die Anschutz Entertainment Group für die heutige Barclaycard-Arena 624.032,62 Euro und zehn Krankenkassen 68.394 Euro.