Handball

HSV Hamburg schafft noch Unentschieden gegen Hannover

In einem spannenden Schlussspurt haben die Handballer des HSV zumindest noch ein Unentschieden gegen Hannover erzielt.

Hamburg.  Die Bundesliga-Handballer des HSV Hamburg haben auch im vierten Heimspiel in Serie gegen die TSV Hannover-Burgdorf nur ein Unentschieden erreicht. Am Sonnabend trennten sich die beiden Teams 23:23 (9:14). Hannovers Kai Häfner sorgte zwölf Sekunden vor dem Ende mit seinem fünften Treffer für das Remis. Bester Werfer der Gastgeber war Adrian Pfahl (6).

HSV-Trainer Michael Biegler hatte Torwart Jens Vortmann und Spielmacher Alexander Feld in die Startaufstellung befördert. Diese Maßnahme zahlte sich jedoch nicht aus. Die Hannoveraner spielten beherzt auf und nutzten die Schwächen der Gastgeber. Von 8:8 (20.) zog die TSV 14:8 davon.

Die zweite Hälfte begannen die Hamburger stark, verkürzten auf 13:14 (38.). In dieser Phase konnten sich die Hanseaten vor allem auf Stammkeeper Johannes Bitter verlassen, der für Vortmann gekommen war. Auf der anderen Seite hielt aber auch Hannovers Schlussmann Martin Ziemer stark. Erst in der 55. Minute schaffte der HSV durch einen verwandelten Siebenmeter von Kevin Schmidt den Ausgleich zum 22:22. Ilija Brozovic brachte die Gastgeber in der Schlussminute in Führung, die Häfner aber noch ausglich.

Erste Niederlage für Melsungen

Das Überraschungsteam MT Melsungen hat in der Handball-Bundesliga nach fünf Siegen aus fünf Spielen die erste Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Michael Roth verlor am Sonnabend gegen Altmeister VfL Gummersbach 23:27 (11:12) und musste den Rhein-Neckar Löwen die alleinige Tabellenführung überlassen. Der Vizemeister ist mit sechs Siegen aus sechs Spielen das letzte ungeschlagene Team der Liga.

Mit dem vierten Saisonsieg behielt Frisch Auf Göppingen durch den 29:21 (16:12)-Sieg bei HBW Balingen-Weilstetten Kontakt zur Spitzengruppe. Der Bergische HC, der sich an Mittwoch beim 21:24 gegen die Rhein-Neckar Löwen teuer verkauft hatten, gewann das Kellerduell gegen den noch immer sieglosen TuS N-Lübbecke 30:28 (19:15).

In Melsungen war Gummersbachs Linksaußen Raul Santos mit neun Toren (vier Siebenmeter) der entscheidende Mann.

Flensburg bezwingt Favoriten Paris

Handball-Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt ist ein Traumstart in die Champions League gelungen. Das Team von Trainer Ljubomir Vranjes bezwang am Sonnabend den Königsklassen-Mitfavoriten Paris St. Germain mit 39:32 (21:16) und zeigte eine beeindruckende Reaktion auf die beiden überraschenden Bundesliga-Niederlagen in Wetzlar (21:24) und gegen Melsungen (32:33).

Überragende Flensburger Spieler waren Anders Eggert, der 13 Tore erzielte, und Torwart Mattias Andersson, der das Pariser Star-Ensemble um die Superstars Nikola Karabatic, Mikkel Hansen und Daniel Narcisse zur Verzweiflung trieb.

Vor 5800 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften "Hölle Nord" ließen die Gastgeber nach einem Blitzstart (7:2 nach neun Minuten) nie nach und behielten die Franzosen im Griff. Auch Holger Glandorf (neun Tore) bot eine Klasseleistung. Auch Hansen (9) und Karabatic (7) konnten die Niederlage der Gäste nicht verhindern.

Am Donnerstag hatte der deutsche Meister THW Kiel eine deutliche 22:29-Niederlage beim kroatischen Serienmeister RK Zagreb kassiert. Am Sonntag (19.00 Uhr) fordert Vizemeister Rhein-Neckar Löwen den Titelverteidiger FC Barcelona heraus.