HSV

Martin Schwalb warnt vor Überheblichkeit im Rückspiel

Im Champions-League-Rückspiel der HSV-Handballer gegen den RK Celje verzichtet der Trainer auf Experimente. Das Hinspiel gewann der HSV mit 38:29.

Hamburg. Es ist schon eine beeindruckende Serie, die die HSV-Handballer in den vergangenen Wochen hingelegt haben. 14 Partien, 105 Tage, ist die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb wettbewerbsübergreifend ungeschlagen. Die gute Laune hat längst die Tristesse des Kalenderjahres 2012 verdrängt. Selbst der langanhaltende Winter kann dem HSV-Trainer nicht die Stimmung verhageln. Auf die Frage, was wahrscheinlicher ist, der Einzug des Frühlings oder der ins Viertelfinale der Champions League, antwortete Schwalb ohne lange zu überlegen. "Ich hoffe, dass beides so schnell wie möglich eintrifft", scherzt der 49-Jährige.

Auf das Wetter hat Schwalb wohl keinen Einfluss, auf den Ausgang des Achtelfinalrückspiels gegen den RK Celje Pivovarna Lasko am Donnerstag (19.30 Uhr, Sporthalle Hamburg, Krochmannstraße 55, Eurosport live) hingegen schon. Nach dem starken 38:29-Auswärtssieg am vergangenen Sonnabend in Slowenien wäre ein Ausscheiden in eigener Halle eine Blamage.

Dennoch warnt der erfahrene Trainer davor, Celje auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wir haben Respekt vor Celje. Das Ergebnis des Hinspiels spiegelt nicht die Qualität von denen wider. Die können immer mal rankommen. Klar ist aber auch, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen wollen", sagt Schwalb, der einen Quervergleich zum Fußball als mahnendes Beispiel nennt: "Bayern München hat auch das Hinspiel gegen Arsenal London 3:1 gewonnen und lag im Rückspiel plötzlich 0:2 hinten und bekam Schweißausbrüche. Das soll uns nicht passieren."

Schwalb will deshalb auf personelle Experimente verzichten. Trotz der komfortablen Ausgangsituation werden die Talente Stefan Terzic (Rückraum rechts) und Torhüter Max-Henri Herrmann nicht in der Startformation stehen. Zunächst, sagt Schwalb, müsse man den Grundstein für das Weiterkommen legen, dann bekämen auch die Youngster ihre Einsatzzeiten: "Stefan hat sich mit seinen Leistungen und seinem Verhalten in der zweiten Mannschaft nicht gerade einen Einsatz verdient. Max-Henri hingegen zeigt mit seiner vorbildlichen Einstellung in jedem Training, dass wir auf ihn bauen können Wenn der Spielstand es zulässt, bekommen sie natürlich ihre Minuten."

Besonderen Respekt haben die Hamburger Handballer vor Celjes Borut Mackovsek, der im Hinspiel 13 Treffer erzielte. Der Fokus liegt darauf, den wurfgewaltigen Rückraumspieler, der in der nächsten Saison zur TSV Hannover-Burgdorf wechselt, mit aggressiver Deckung zu stoppen. "Der sollte nicht noch einmal 13 Butzen machen. Wir werden sein Wurfbild analysieren", kündigt Schwalb an. Für die Slowenen, glaubt der Übungsleiter, sei es ohnehin das Spiel des Jahres. Celje würde schließlich nicht nach Hamburg kommen, um in der City shoppen zu gehen.

Bei allem Respekt vor dem Gegner - das Selbstvertrauen ist groß bei den HSV-Handballern. "Wir sind im Moment wie eine Lokomotive unter Volldampf. Die Jungs wissen, was sie tun müssen, um ein Spiel zu gewinnen. Das alles ist aber nicht in Stein gemeißelt. Wir müssen das immer wieder aufs Neue beweisen", sagt Schwalb. Am Besten am Donnerstag in der Königsklasse.

Für das Spiel sind bislang 2350 Karten verkauft. Die Kassen an der Halle öffnen um 17.30 Uhr.